Tod einer Richterin - Kirsten Heisig

Der Suizid der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hat viele Menschen verstört. Eine Frau, die mitten im Leben stand und sich eingesetzt hat mit all ihrer Kraft für jugendliche Straftäter wird tot aufgefunden. Ohne jeden erkenntlichen Grund. Der Film versucht das Portrait einer besonderen, einer kämpferischen Frau zu zeichnen, die alles daran gesetzt hat, das System, in dem sie arbeitete, zu verbessern und zu verändern. Das "Neuköllner Modell", in dem sie sich dafür stark machte, dass junge Täter, schnell und zielführend verurteilt werden, um sie vor einer schlimmeren, kriminellen Zukunft zu warnen, soll nun in ganz Berlin angewandt werden. Immer wieder eckte Kirsten Heisig mit ihrem Engagement auch an, in ihrer Behörde, bei Betroffenen und im Kiez Neukölln. Gleichzeitig wurde sie nicht müde, sich immer wieder mit den Menschen zu treffen, um aufzuklären, ging in türkische Männergruppen, initiierte Informationsabende vor allem für die muslimischen Mitbürger und suchte Verbündete, wie den Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky. In der Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die mit ihr gearbeitet haben, sie sie gut kannten und erläutern, wie Kirsten Heisig als Richterin, aber auch als Mensch war.

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