Grapschen verboten!

Im Juli 2016 hat der Bundestag die Verschärfung des Sexualstrafrechts verabschiedet. Erstmals wurde sexuelle Belästigung ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Das sogenannte Grapschen ist nun strafbar. Wenn Täter bisher Frauen mit Po- und Busengrapschen belästigt haben, gingen diese meist straffrei aus. Das neue Gesetz führt dazu, dass künftig unerwünschtes, unsittliches Berühren mit bis zu zwei Jahren Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Laut Antidiskriminierungsstelle soll jede 3. Frau einen Fall von Belästigung am Arbeitsplatz erlebt haben. Bei einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gab die Hälfte der Befragten an, schon einmal von Kollegen zu sexuellen Handlungen aufgefordert worden zu sein. Das sind jede zweite Ärztin, Supermarktkassiererin, Lehrerin, Putzfrau oder Rechtsanwaltsgehilfin. Es ist ein heikles und hochsensibles Thema.  Vor allem die Beweisführung ist ein Problem für die Betroffenen. Denn wie beweist man die oftmals subtile oder nicht immer offensichtliche sexuelle Belästigung ohne Zeugen oder Beweismaterial?Es geht um die Frage, wo die persönliche Grenze überschritten wird, um berufliche Abhängigkeiten und Machtverhältnisse und vor allem um die Frage, was sollen Betroffene tun, wie können sie handeln und welche juristischen Möglichkeiten gibt es am Ende wirklich. Der Film spricht mit Betroffenen, Arbeitgebern und Interessengruppen.

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