„Ich bin im falschen Körper“

„Ich habe schon lange gemerkt, dass es mir schlecht geht und immer wieder nachgedacht, was es sein könnte. Auf das Geschlecht kommst du halt nicht, so wirst du geboren und dann denkst du dir erstmal, so ist das halt.“ Renè Hauschke ist 16 Jahre alt und hat sich vor rund 10 Monaten als Transgender geoutet. Geboren ist er im Körper eines Mädchens, doch er fühlt sich als Junge und möchte auch so leben. In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 175 000 Transmenschen, denen es genau so geht wie ihm. Der Weg bis zum Outing ist für viele häufig noch immer ein langer und steiniger. Zu groß ist die Scham, zu groß ist die Angst vor Ablehnung, zermürbend die Ungewissheit, was sie erwartet, sobald „es“ raus ist.
„Auch wenn ich niemals damit gerechnet hätte, für mich war es eine riesige Erleichterung als es raus war, endlich hatte das „Kind“ einen Namen“, erinnert sich Renès Mutter Birgid Schaub. Denn er war schon länger auffällig, ging nicht gerne zur Schule, entwickelte mit der Zeit eine regelrechte Panik, die irgendwann zur kompletten Schulverweigerung führte. Vor ein paar Wochen hat die herbeigesehnte Hormontherapie begonnen und erste körperliche Veränderungen zeigen sich schon: Der Stimmbruch ist in vollem Gange, die Gesichtszüge beginnen bereits markanter zu werden. Auch Vater Michael Hauschke unterstützt Renè auf seinem Weg. „Es ist nicht leicht, das eigene Kind so verzweifelt und traurig zu sehen. Das tut schon weh. Ich sehe ja auch wie er sich über die Veränderungen an seinem Körper freut. Ich will, dass er so leben kann wie er das möchte und egal wie das aussieht, wir sind an seiner Seite.“
„Ich bin im falschen Körper“ begleitet Renè und seine Familie über eineinhalb bis zwei Jahre auf dem Weg zu seinem neuen Ich. Welche körperlichen Veränderungen wird die Hormontherapie noch mit sich bringen und was macht das mit ihm? Der Film dokumentiert seine Entdeckungsreise zu sich selbst und zeigt dabei die Höhen und Tiefen seiner Entscheidung für ihn und seine Eltern. Wird Renè, wenn er volljährig ist, tatsächlich den letzten Schritt gehen und sich operieren lassen?

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