Eltern im Dilemma der Pränatal-Diagnostik

„Mein Beileid“ hieß es noch bis weit in die 70er, wenn eine Frau ein behindertes Kind zur Welt brachte. Man sprach von einem Schicksalsschlag, dem sich Eltern nun stellen müssten. In den letzten zehn Jahren hat sich die Pränatal-Diagnostik, das Erkennen von möglichen Behin“derungen des ungeborenen Kindes rasant weiterentwickelt. So kann zum Beispiel ein einfacher Bluttest, der sogenannte Praena-Test, bei der Früherkennung von Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 18 und 13 helfen; wobei die Ergebnisse nicht hundertprozentig sicher sind. Auch kann der Test nicht über den Schweregrad einer Behinderung Auskunft geben. 2019 soll entschieden werden, ob der Praena-Test auch von den Krankenkassen bezahlt wird. Alle diagnostischen Möglichkeiten können den Eltern aber nicht die Entscheidung abnehmen, ob sie ihr Kind bekommen wollen oder nicht. – Neun von zehn Paaren entscheiden sich derzeit bei Trisomie für eine Abtreibung.

Wir begleiten drei Elternpaare, die die schwere Entscheidung treffen müssen oder bereits getroffen haben, ob sie ein behindertes Kind zur Welt bringen möchten. Wir begleiten sie durch die Schwangerschaft hindurch und über die Geburt hinaus und erleben, was es bedeutet, ein behindertes Kind zu haben.

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