Kinder, Krippe und Karriere

Wenn Mütter berufstätig sind

Familienministerin Ursula von der Leyen hat die Diskussion angeschoben mit ihrer Forderung nach mehr Krippenplätzen in Deutschland. Schnell war der Vorwurf der Gegenseite da: deutsche Frauen werden in diesem Land zu Gebärmaschinen degradiert. Dabei geht es doch eigentlich nur darum, Frauen, die arbeiten wollen, die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder für eine gewisse Zeit am Tage in eine verlässliche, gute Betreuungseinrichtung zu geben; möglichst flexibel und ohne schlechtes Gewissen. Gute Kinderbetreuung schafft entspannte Frauen, die noch etwas anderes vom Leben erwarten, als Hausfrau und Mutter zu sein.
In der Reportage möchten wir drei Fälle von berufstätigen Müttern zeigen, die sehr unterschiedlich ihren täglichen Kampf um die Vereinbarkeit von Kind und kleiner oder großer Karriere angehen. Wie klappt es mit dem Arbeiten einer Mutter, wenn sie keinen Krippenplatz bekommen hat und ihr Kind anders „unterbringen“ muss, sei es bei den Großeltern oder einer Tagesmutter, die meistens eher wenig flexible Variante. Wie ist es, wenn eine alleinerziehende berufstätige Mutter arbeiten geht und ihr Kind oder ihre Kinder stets auf’s neue organisieren muss? Wie ist es, wenn eine Mutter arbeiten gehen möchte, aber keinen Krippenplatz findet? Und mit was für einem schlechten Gewissen müssen Frauen leben, wenn sie ihr Kind in diesem Land schon mit einigen Monaten in die Krippe geben?
Wir werden bei drei Frauen in dieser Reportage erleben, wie die tägliche Organisation der Kinder funktioniert, mal gut, mal weniger gut. Wir werden zeigen, wie unglaublich anstrengend es in Deutschland ist, beides miteinander als Frau zu vereinbaren: Kind und Beruf. Aber wir möchten auch zeigen, dass diese Mütter ihre Kinder genauso lieben wie die Hausfrau, die zuhause bleibt und dass es sich lohnt, alles zu haben: Kind, Krippe und Karriere.

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