Zurück zu den Eltern

Wenn Erwachsene wieder zuhause wohnen

„Es ist schon ganz schön anstrengend mit meiner Mutter. Doch nun kann ich ihr leider nicht mehr aus dem Weg gehen“. Birgit aus Köln lebt mit Anfang 50 wieder zu Hause bei ihrer Mutter. Zusammen mit ihrem Partner ist sie in das kleine Gästezimmer eingezogen. Der Grund: die Mutter hatte ein Blutgerinsel im Gehirn. Es geht ihr zwar schon wieder gut und die Seniorin steht bereits wieder hinter dem Tresen ihrer eigenen Wirtschaft, doch Tochter Birgit ist alles andere als glücklich. „Sie überschätzt sich total, das ist alles viel zu viel für sie.“ Birgit hat sich entschieden zu Hause wohnen zu bleiben, auch wenn sie weiß: die kommende Zeit wird schwierig.

Bei Saskia ist der Fall anders gelagert. Sie hatte keine Wahl. Job verloren und keine Chance, die Wohnung mit Hartz IV zu halten. „Ich hoffe, dass das nur für den Übergang ist, aber momentan bin ich mit den Nerven am Ende und kann mich einfach nicht um alles gleichzeitig kümmern.“ Auch Saskia weiß: mit Ende 30 zurück zu den Eltern ist keine Traumkonstellation. Auch wenn die Eltern sie natürlich sofort aufgenommen haben – jetzt kommt ein neuer Rhythmus und man muss sich wieder aneinander gewöhnen. „Wir lernen uns noch Mal neu kennen, mit den neuen Macken und den alten Angewohnheiten.“

„Zurück zu den Eltern“ begleitet zwei Menschen auf dem Weg in die neue „WG“. Wie fühlt es sich an, wenn man nach all den Jahren auf einmal wieder gemeinsam am Frühstückstisch sitzt? Wenn man merkt, dass die Rollen sich geändert haben, aber doch alles ganz anders ist? Wie begegnen sich Eltern und Kinder in diesem Alter beim Zusammenleben? Fragen und Erfahrungen, die in diesem Film dokumentiert werden.

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