Made in Asia

Schnell, billig und gerecht?

Je billiger das T-Shirt, desto besser. So funktioniert der Kunde und so funktioniert der Markt. Ausbeutung durch Überstunden und Minderbezahlung – so sehen die Arbeitsbedingungen auf dem globalen Markt aus. Das zumindest vermuten die meisten - aber so einfach ist das schon lange nicht mehr. Durch den öffentlichen Druck hat sich das Bewusstsein der Unternehmen im Laufe der vergangenen Jahre geändert. Soziale Verantwortung ist heute kein Schimpfwort mehr, sondern fester Bestandteil internationaler Unternehmenspolitik. Der Film ist mit adidas in Indonesien, mit OTTO in der Türkei und mit H&M in Indien unterwegs und beobachtet, unter welchen Bedingungen heute die Millionen von Turnschuhen und T-Shirts produziert werden, die Tag für Tag über den europäischen Ladentisch gehen. Vieles ist besser geworden, aber eben nicht alles. Immer wieder gibt es die Fabriken, in denen die Arbeiterinnen im 20 Stunden Takt arbeiten müssen, ohne Rechte, ohne Verträge. Nichtregierungsorganisationen (NGO) recherchieren immer wieder vor Ort, schulen Gewerkschaften und Arbeiter und kooperieren mittlerweile auch mit den internationalen Textilherstellern. Westliche Interessen und lokale Bedingungen in den Billiglohnländern, da gibt es immer wieder Probleme. Wer nicht weiß, wie er seine Familie ernähren soll, den kümmert es relativ wenig, ob die Flüsse verschmutzt sind. Wer keine Rente bekommt, der ist auch bereit ohne Vertrag zu arbeiten. Die multinationalen Hersteller versuchen, dem entgegen zu wirken. Doch die Textilkette ist lang und man kann nicht alles kontrollieren. Was ist gerecht? Eine Frage, die sich immer wieder stellt, wenn es um die Arbeitsbedingungen und ökologische Fragestellungen in Billiglohnländern geht.


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