Schon gesehen: Menschen hautnah - Acht Kinder und glücklich

Osnabrücker Zeitung

29.01.2011


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cob Osnabrück. Wenn sich Privatsender dem Thema Großfamilie widmen, vegetiert man dort oft am Rande des Existenzminimums, die Eltern fluchen, und die Kinder schwänzen die Schule. Wie das Leben in einer großen Familie jedoch auch sein kann, zeigt Susanne Brandts angenehm unaufgeregte Dokumentation „Acht Kinder und glücklich“ aus der Reihe „Menschen hautnah“.

Susanne Brandt begleitet die Düsseldorfer Familie Adler in ihrem Alltag zwischen Aufstehen um halb sieben bis zum Gutenachtkuss um 22 Uhr. Vater Paul arbeitet am Theater, Mutter Monika kümmert sich um den Nachwuchs, und die zwischen vier und 17 Jahre alten Kinder gewinnen regelmäßig Sportwettbewerbe oder bei „Jugend musiziert“: Beim Sehen bekommt man als Zuschauer fast ein schlechtes Gewissen, weil jedes erwartete Klischee gebrochen wird. Stattdessen sieht man eine Familie, die nicht reich ist, aber bemüht, den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen – und sich traut, eigene Wege zu gehen.

Nur beim Familienurlaub mit zehn Mann auf engem Hausboot kommt es zum Familienstreit. Allerdings ohne lautes Geschrei und böse Beschimpfungen. Bitte mehr von derart entspannten Dokumentationen über allzu klischeebesetzte Themen.



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