Kinder der Krise

Klimakrise, Rassismus, Genderfragen, jetzt auch noch Corona. Die Generation der heute 15-25jährigen wächst mit vielen Krisen und komplexen Fragestellungen auf. Der Dokumentarfilm "Kinder der Krise" versucht diesem Gefühl auf den Grund zu gehen. Wir begeben uns auf eine Reise quer durch Deutschland und begleiten junge Menschen der Jahrgänge 1995-2010 in ihrem Alltag. Fragen nach ihren Ängsten, Bedürfnissen, Wünschen und Zielen. Erstmals erleben sie eine Zeit, in der gesellschaftliche Kontinuitäten in Frage gestellt werden. Eine Zeit, in der völlig unsicher ist, wer Deutschland regieren wird, in der die AfD in den Bundestag eingezogen ist, in der Rechtsextremismus und Rassismus keine Randerscheinungen mehr sind. Eine Zeit, in der demokratiefeindliche Macho-Männer wieder große Machtzentren anführen. Es ist eine Zeit, in der es eine Bewegung „Fridays for Future“ gibt, basierend auf der Frage, was mit unserem Planeten passiert, wenn wir uns nicht ums Klima kümmern, wissend, dass es keinen Plan B gibt. Es ist eine Generation, die bei aller work-life-Balance auch damit leben muss, dass es keine unbefristeten Verträge mehr gibt, dass viele akademische Fächer, wie die der Geisteswissenschaften mehr oder weniger ausgedient haben. Dann kam auch noch Corona. Die Pandemie beendete ad hoc viele Pläne, zerstörte feste Aussichten auf eine Lehrstelle, das soziale Leben wurde lahm gelegt und noch ist nicht annähernd absehbar, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird auf diese Generation. Kinder der Krise möchte ein Kaleidoskop ebenjener Erfahrungen bündeln und ein Coming-of-age Film sein, in dem diese neue Unsicherheit und der Umgang damit zum Thema wird.

Buch/Regie:
Nicola Graef, Nadja Kölling

Produziert:
2021, ARD, NDR
90 min.


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