Termine

Störfaktor Kunst

02.06.2021 • 21:40 •
arte • 52 Min.

02.06.2021 • 22:35 •
arte • 52 Min.

02.06.2021 • 23:30 •
arte • 52 Min.

Die Themen, die eine Gesellschaft politisch und emotional umtreiben, sind auch heute noch mehr oder weniger die gleichen wie in den vergangenen Jahrhunderten: Macht und Kapital, Sex und die Geschlechterrollen, der Glaube und die Religion. Die Kunst ist in diesen Fragen über viele Jahrzehnte ihrer Rolle als Provokateur, Enfant Terrible und Widersacher gerecht geworden. Doch wie sieht die gesellschaftspolitische Intervention der Gegenwart aus?  Wird es schwieriger in Zeiten von digitalem Bilderwahnsinn, den Betrachter zu schockieren, zu emotionalisieren?   In drei Filmen, die sich diesen wesentlichen Fragestellungen unserer Zeit zuwenden, setzen wir uns damit auseinander. Müssen Künstler möglicherweise andere Mittel einsetzen, um uns als Betrachter zu erreichen? Wie sieht Provokation heute aus?  War es früher einfacher mit Kunst zu provozieren, weil damals gesellschaftliche Tabus stärker ausgeprägt waren als heute und man sie deshalb leichter brechen konnte?  In drei Filmen, die sich mit Macht und Kapital, Sexismus und die Geschlechterrollen und Glaube und die Religion beschäftigen, wird der Zuschauer erfahren, wie Künstler in der Geschichte diese Themen provokativ verarbeitet haben und wie sie es heute immer noch tun, nur eben anders. 

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Im Tal der Rosen - Bulgariens Blühender Schatz

10.06.2021 • 10:35 •
BR • 43 Min.

Durch die Mitte Bulgariens zieht sich von Ost nach West ein mächtiges Gebirge, die Stara Platina, besser bekannt als das Balkan Gebirge. Südlich davon, geschützt vor den kalten Winden liegt es, das Tal der Rosen. Im Süden rahmt das sanfte Sredna-Gora Gebirge die fruchtbare Ebene ein. Felder mit Rosen, Lavendel und Weinstöcke muten paradiesisch an. Das milde, sonnige Klima, mit reichlich Niederschlägen und ein poröser Boden bieten die idealen Voraussetzungen für die Damascena Rose, die hier seit mehr als zwei Jahrhunderten angebaut wird. Osmanische Herrscher brachten die Sorte Rosa damascena von Syrien auf die Balkanhalbinsel. Ursprünglich schmückte diese schöne Blume die Gärten des Sultans. Heute ist die Rose das Symbol Bulgariens. Das Gewächs hat das Land weltberühmt gemacht. Die Rosa Dmascena ist keine langstielige Edelschnittblume. Sie ist eine Ölrose und somit eine Nutzpflanze und enthält mehr Duftmoleküle als alle übrigen Rosengattungen in der Welt. Seit über 300 Jahren wird im Herzen Bulgariens das berühmte Rosenöl destilliert, das als Rohstoff für die edlen Parfüms Chanel und Dior her hält. In den Monaten Mai und Juni erlebt das Tal seine Sternstunde. Dann erstrahlen die Rosenfelder wie ein rosafarbener Teppich. Die traditionelle Rosenernte nimmt dann ihren Anfang. In Bulgarien beläuft sich das Produktionsvolumen auf rund 150 Kilogramm Rosenöl jährlich. Allein für die Herstellung von einem Kilo Rosenöl sind 3000 bis 5000 Kilogramm Rosenblüten und damit mehr als eine Million Blumen erforderlich. Viele junge Leute ziehen aus Bulgarien weg, in der Hoffnung in einem anderen europäischen Land Arbeit zu finden. Bulgarien leidet noch immer unter der post-kommunistischen Ära und unter der allgegenwärtigen Misswirtschaft und gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Das spüren auch die Rosenbauern, denen es immer schwerer fällt, Pflücker für die Rosensaison zu rekrutieren. Die Rosenbauern kämpfen aber nicht nur mit den schwindenden Arbeitskräften, sondern auch gegen die steigende Klimaerwärmung. Wir begleiten die bulgarischen Rosenbauern einen Frühsommer lang: von der Ernte bis zum traditionellen Rosenfest, das der Schönheit, den Blumen, dem Frühling und dem Duft der Rose gewidmet ist.

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Zum Glück zu zehnt

17.06.2021 • 22:45 •
WDR • 45 Min.

Mit vier Jahren tragen Alvar und Linnea noch Windeln, Monika Adler schläft mit drei bis vier Kindern jede Nacht in einem Bett und Luise, das älteste der acht Adler-Kinder, hat als einziges ein riesiges eigenes Zimmer. Das war 2010, als wir Familie Adler aus Düsseldorf für eine Dokumentation begleiteten, in ihrem Alltag und auf einer aufregenden Reise aller zehn Familienmitglieder mit einem engen Hausboot über die Kanäle des Elsass. „Acht Kinder und glücklich“ – war es wirklich so? Ja, es war so. Wenn es auch nicht ohne Streit und Stress ging. Wie geht es Familie Adler neun Jahre später? Sie werden immer noch Pummi, Putzi, Pitter etc. genannt. Was ist heute Glück oder Luxus für sie? Was für Träume haben die Kinder nun? Das besondere dieses Films wird sein, durch Rückblicke und Neudreh diese Kinder nach einem Abstand von neun Jahren wieder zusehen. Die damals-heute Sequenzen machen den Reiz dieses Films aus. Neun Jahre sind eine lange Zeit für Kinder, man erkennt sie zum großen Teil nicht mehr wieder. Und Paul und Monika? Sieht man ihnen das Leben mit vielen Kindern ohne viel Muße und Zeit für sich im Älterwerden stark an? Oder ist dieses Leben in der Großfamilie für sie einfach nur das Geheimrezept für ein ausgeglichenes und zufriedenes Leben? Wir begeben uns wieder in Alltag und Urlaub mit Familie Adler.

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Mein Kopf. Mein Tuch

29.06.2021 • 20:15 •
tagesschau24 • 90 Min.

„Ich habe mich mit 40 Jahren entschieden das Kopftuch zu tragen und meinen Töchtern nie gesagt, dass sie das auch machen sollen. Bei uns ist das freiwillig und jedem selbst überlassen.“ Eine Haltung, die viele in Deutschland nicht glauben wollen. Das Kopftuch – kaum ein Kleidungsstück polarisiert mehr und sorgt für Diskussionsstoff. Es gilt als Metapher für den aufgeladenen Kampf der Kulturen. Kaum einer fragt da mehr nach, warum Frauen sich entscheiden, die Kopfbedeckung an zulegen, ob sie es freiwillig tun, aus Glaubensgründen, aus Respekt vor ihrer Kultur oder weil sie es einfach gerne tragen. Vieles scheint schon entschieden in dieser Debatte, bevor man überhaupt miteinander gesprochen hat. Das Kopftuch gilt heute für viele als das Zeichen von Unterdrückung der Frau. Auch viele Musilma sehen das im Übrigen so, was es für die Kopftuchträgerinnen nicht leichter macht. Doch machen wir es uns damit nicht zu leicht? Wie sehr sind wir am Ende bereit, uns mit der Religion und Kultur anderer Glaubensrichtungen zu beschäftigen? Der Film möchte zeigen, dass es zum ganz normalen Alltag vieler muslimischer Frauen gehört, das Kopftuch anzulegen. Freiwillig und selbstbestimmt. Der Dokumentarfilm „Das Kopftuch“ begleitet Frauen, die in Deutschland leben. Hier groß geworden sind, hier studieren und hier arbeiten. Sie alle sind betroffen von den Vorurteilen, doch sie alle stellen sich dem Gespräch und beschreiben ihre ganz persönliche Haltung zu diesem Stück Stoff. Verschiedene Generationen aus allen Teilen Deutschlands. Der Film begleitet Muslima aus ganz unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Kontexten in ihrem beruflichen und privaten Alltag. Leben mit dem Kopftuch bedeutet für jede von ihnen zunächst das klare Zeichen einer Zugehörigkeit zum Islam und der religiösen Tradition. Doch für jede einzelne von ihnen steckt hinter der Kopfbedeckung eine ganz eigene Erfahrungswelt. Vom Kampf sich durchzusetzen, vom langen Weg es geschafft zu haben. Aber auch die immerwährenden Konflikte und Kommentare, die diese Entscheidung begleiten. Von Mühsal und Müdigkeit, von Ehrgeiz und Stolz, von Pragmatismus bis zur Mission. Jede Frau hat ihren eigenen Blick. Es ist der Versuch, dem gesellschaftlich und politisch höchst kontrovers aufgeladenen Kleidungsstück seine Normalität zurückzugeben ohne die Kontroversen auszuschließen.

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„Strip, Sex & Crime - Die Geschichte der Chippendales"

03.07.2021 • 23:15 •
NDR • 52 Min.

2019 werden sie 40 Jahre alt und von Hollywood Legende Ridley Scott fürs Kino verfilmt. Die Chippendales, die erfolgreichste Männerstripteasegruppe der Welt. Gefeiert als emanzipatorischer Befreiungsschlag, verpönt als Klischeetruppe. Wie konnte das umstrittene Phänomen der Popkulturüber vier Jahrzehnte funktionieren, und was sagt es aus über den Zeitgeist, über Körperkult und Geschlechterverhältnis? Im Fokus steht einerseits die Männertanztruppe als Phänomen der Popkultur mit wechselhafter Wahrnehmung in den vergangenen 40 Jahren, auf der anderen Seite wird der Film die unfassbare Geschichte und Gründung der Chippendales erzählen. Die Historie der Chippendales ist ein echter Krimi. Alles beginnt in Indien, mit Gründer Somen Banerjee, der Ende der 60er Jahre seine Heimat verlässt und in Kalifornien landet, dem damals schon liberalen und sexuell offenen Bundesstaat. 1975 kauft er mit dem Anwalt Bruce Nahin eine heruntergekommene Rock `n Roll Bar. Mit „Chippendales – „male exotic dance night for ladies only“  findet Banerjee eine Marktlücke. Die Geschichte der Show entwickelt sich wie ein (schlechter) Spielfilm. Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern, ein Mord, der nicht aufgeklärt wird, Choreographen, die zur Konkurrenz wechseln, noch ein Mord. Der Gründer der Chippendales landet schließlich im Knast und erhängt sich in seiner Zelle. Doch die Chippendales überleben, bis heute. Halten die Emanzipationsbewegung aus, den metrosexuellen Mann, die Vorwürfe des Sexismus und sind heute erfolgreicher denn je. Das Spiel mit den Geschlechterrollen ist heute kein Makel mehr.  Im Kontext von Metoo haben sich die nackten Männer auf der Bühne einmal mehr in den gesellschaftlichen Diskurs getanzt. Sie sind ein echtes Popphänomen und sie scheinen nicht aus der Mode zu kommen.

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In Produktion

Caspar David Friedrich

2020 • 52 Min.

„Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht.“ (Caspar David Friedrich) Caspar David Friedrich ist ein Jahrhundertkünstler. Ein Wanderer zwischen verschiedenen Welten, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Bilder sprechen von Gefühlen, die jeder von uns kennt, erzählen von Sehnsucht, Einsamkeit, Verlassen sein. Die Gemälde des Malers sind von einer Melancholie durchzogen, die ihm als Mantel dient, ein Mantel, in den er den Menschen hüllt, um seine Einsamkeitserfahrung und das Wissen um den Tod erträglicher zu machen. Gefunden hat Friedrich dieses Gefühl in sich selbst. Der Frühromantiker vertrat die Meinung, dass ein Maler nicht malen sollte, was er vor sich, sondern was er in sich sieht. Ein Vorsatz, den er schonungslos verfolgt und konsequent umgesetzt hat. Dadurch ist es ihm gelungen, eine universale Erfahrung auf Leinwand zu bannen: Die Unausweichlichkeit des Wissens darüber, dass wir die Welt allein betreten und alleine aus ihr gehen. Das macht Caspar David Friedrichs Werk zeitlos. Dass ein historischer Maler wie Caspar David Friedrich es schafft, auch im 21. Jahrhundert ungebrochen starke Reaktionen zu evozieren, sich Generation um Generation Menschen aller Nationen, Alters- und Herkunftsklassen mit seiner Kunst identifizieren ist ungewöhnlich und faszinierend zu gleich. Was genau aber macht seine Zeitlosigkeit aus? Worin liegt die Kraft seiner Bilder? Was tragen seine eigene Geschichte, seine Ausflüge in die Natur, sein Innenleben zur Entstehung solcher Meisterwerke bei? Welche Bedeutung haben Caspar David Friedrichs Bilder für uns heute? In miteinander verzahnten Sequenzen wird in Caspar David Friedrich – Wanderer zwischen den Welten der Einfluss, den Caspar David Friedrich auf unser Hier und Heute hat mittels zeitgenössischer Kunst nachgezeichnet, sein biografischer Werdegang aufgefächert und seine Darstellung der Natur im Blick auf die psychologische Lesart ins Zentrum gerückt. Isolation und Einsamkeit als zentrale Gefühle seines Werks zeigen, wie aktuell seine Bilder im Blick auf unsere vereinzelte Gesellschaft sind. Der Film spürt dem Phänomen seiner Zeitlosigkeit nach, erkundet die politische, psychologische und religiös-spirituelle Dimension im Werk Friedrichs und wirft die Frage auf, was seine Kunstwerke uns über die Vergangenheit, die Gegenwart, vor allem aber über das Menschsein selbst verraten.

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Kids & Trouble: Wie gerecht ist Familie?

2020 • 45 Min.

Ein Kind, zwei Kinder, drei Kinder, keine Kinder? Verschiedene Familienkonzepte, verschiedene Lebensmodelle – doch welches ist am gerechtesten? Wir gehen der Frage nach, wie fair Familien in Deutschland wirklich behandelt werden, wie gerecht die deutsche Familienpolitik ist. Wir begleiten dabei vier Familien: Die Kinderreichen, die „klassische Familie“ mit zwei bis drei Kindern, die Alleinerziehende mit Kindern und die junge Familie mit dem ersten Kind. Laut dem aktuellen Familienreport haben 53 Prozent der 8,1 Millionen Familien in Deutschland EIN Kind. Woran liegt es? Fehlt es dem Staat am Geld, Familien mit mehreren Kindern attraktiver zu machen oder ist es doch der politische Wille? Wenn ja, wie will der Staat dies ändern? Wir begeben uns auf Spurensuche und wollen mit Hilfe von Experten herausfinden, welches Familienkonzept in Deutschland besser vom Staat „belohnt“ wird.

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Mutter mit Handicap (AT)

2020 • 45/30 Min.

Alle Menschen, auch Menschen mit Behinderungen haben das Recht eine Familie zu gründen, Kinder zu haben und der Staat muss Sie dabei auch unterstützen, so legt es die UN-Behindertenrechtskonvention fest. Was so selbstverständlich klingt, ist in den Köpfen vieler Behördenmitarbeiter und Ärzten in Deutschland noch längst nicht angekommen. Wir wollen Frauen begleiten, die aufgrund ihrer körperlichen Behinderung es schwer haben, Mutter zu werden bzw. Mutter zu sein. Wir wollen in dem Film zwei Fälle porträtieren: Eine schwangere Frau und eine Mutter mit Kleinkind. Wie gehen die Frauen damit um, dass sie von außen als zum Teil unfähig gesehen werden, Mutter zu sein und sich um ihr Kind zu kümmern? Welche Hürden müssen sie überstehen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen? Welche Ängste, Zweifel begleiten sie? Wer unterstützt die Frauen während und nach der Schwangerschaft? Die Anzahl der handicapten Frauen, die ihren Kinderwunsch ausleben, ist in den letzten fünf Jahren deutlich angestiegen. Doch keine Gruppe scheint so sehr unbeachtet zu sein, wie diese. Woran liegt das? Dürfen Frauen, die eine Behinderung haben, die möglicherweise auch vererbbar ist, ein Kind bekommen? Die Meinungen gehen da stark auseinander. Warum eigentlich? Für körperlich behinderte Frauen ist das Mutter-Sein ein Stück „Normalität“, etwas, was sie körperlich gesunden Frauen annähert. Es bringt sie näher an die Gesellschaft. Und doch ist dieses Bild – die Mutter im Rollstuhl, die Kleinwüchsige mit Kind - ungewohnt. Wir begleiten zwei Frauen mit der Kamera, sprechen mit ihren Unterstützern und erzählen ihre eindrucksvollen Geschichten.

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Die perfekte Welle

2021 • 43/52 Min.

Wir alle verbinden mit Peru vor allem Dokumentationen, die in den Anden spielen und Bergvölker und deren Tierwelt zeigen. Diese Dokumentation nimmt Huanchaco in den Fokus, einen kleinen Ort an der peruanischen Küste. Man könnte ihn die peruanische Wiege des Surfens nennen. Denn schon immer haben sich hier die Fischer in ihrer Freizeit mit ihren selbstgebauten Caballitos den Wellen gestellt, haben ihren intensiven Bezug zum Meer gepflegt, ihre Liebe zum Wasser, und zu ihren Schilfbooten. Lange Zeit schien die Zeit in Huanchaco still zu stehen, Doch seit einiger Zeit locken die Wellen professionelle Surfer an und mit ihnen nisten sich Träume ein von Sieg und Geld. Mit den Berufsfischern und ihrem harten Alltag hat diese Welt nichts mehr zu tun. Wird aus einem traditionellen Fischerort, der bekannt ist für seine in Handarbeit gefertigten Schilfboote, ein moderner trendiger Surfspot? Wird die junge Generation die Tradition ihrer Väter eintauschen gegen Wettbewerb, Kommerz und Investment? Die ersten Hostels werden bereits gebaut, moderne Surfbretter kreiert und vermarktet, die Schilfflächen der Fischer verschwinden zu Gunsten von Bebauung. Und die wendigen Caballitos werden von den Jungen als Relikte einer rückständigen Gesellschaft belächelt. Die Globalisierung hält Huanchaco in Atem, eine neue Klientel entdeckt das Dorf für sich. In Huanchaco lässt sich aufzeigen, was weltweit passiert: junge Leute setzen auf Fortschritt und revoltieren gegen die Traditionen, in der Hoffnung ein aufregenderes oder besseres Leben zu führen als das ihrer Eltern. Diese Dokumentation ist nicht nur ein Film um Tradition und Moderne, Geld und Kommerz, sondern es geht um Emotionen, um Träume von Familienmitgliedern. Diese „Wunderwelt“ zeigt nicht nur fremde Welten, sondern eine uns fremde Welt im Umbruch.

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In der Mitte Amerikas

2021 • 2x45/52 Min.

Sie sind die letzten geheimen Naturparadiese in Mittelamerika. Abseits vom touristischen Mainstream liegen Honduras und Nicaragua. Die zweiteilige Reihe taucht ein in spektakuläre Landschaften, entdeckt Regenwälder, Wildwasserflüsse, Seen und Hochgebirge; stille Dörfer der Indígenas, rauchende Vulkane, Canyons, Küsten an Karibik und Pazifik, Mangrovensümpfe, und Ruinen aus der Hochkultur der Maya. Die Reihe wird natur-und tierkonzentriert erzählt - die Menschen, die durch Flora und Fauna führen, sind stolz auf ihr Land, das sie Heimat nennen und in dem sie verwurzelt sind. Was sind die wahren Schätze dieser mittelamerikanischen kleinen Natur-Paradiese, über die wenig bekannt ist? Diese zwei Länder gehören zu den ärmsten Staaten Mittelamerikas. In der Vergangenheit wurden sie oft zum Spielball der Großmächte und international nur darauf reduziert. Viele ihre Einwohner flüchten in Richtung USA, weil sie dort ein besseres Leben erhoffen. Bandenkriege und Drogenkartelle stehen dadurch im Vordergrund der Berichterstattung. Doch gibt es diese Wirklichkeit dahinter: zwei Länder, die in ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Flora und Fauna so verschieden und jeweils einzigartig sind. Die Reihe beginnt in Nicaragua, dem Land, in dem zwischen Pazifik und karibischem Meer zwei der größten Süßwasser-Seen Mittelamerikas liegen: der Lago de Managua und der 800 qkm große Lago de Nicaragua, Zentralamerikas größtes Binnengewässer. Hier leben Bullenhaie, Kormorane, Kolibris und Leguane. Der Lago Managua war vor Jahren nahezu biologisch tot, verdreckt mit Abwasser und Müll. Doch heute können die Menschen wieder darin baden. Honduras beherbergt die größten noch intakten und zusammenhängenden Regenwälder Mittelamerikas. Die tropischen Regenwälder sind breitblättrige Wälder, die zu den gefährdetsten Lebenswelten auf der Erde zählen. Das Gebiet erstreckt sich entlang der Karibikküste von Nicaragua weit hinein in den Osten von Honduras und dient als Refugium vieler seltener und zum Aussterben bedrohter Tierarten wie Tapir, roter Arapapagei, Königsgeier, Harpyie Adler oder Jaguar. Die Dschungel, Sumpf und Savannenlandschaften der Mosquitia sind einzigartig.

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Kinder der Krise

2021 • 90 Min.

Klimakrise, Rassismus, Genderfragen, jetzt auch noch Corona. Die Generation der heute 15-25jährigen wächst mit vielen Krisen und komplexen Fragestellungen auf. Der Dokumentarfilm "Kinder der Krise" versucht diesem Gefühl auf den Grund zu gehen. Wir begeben uns auf eine Reise quer durch Deutschland und begleiten junge Menschen der Jahrgänge 1995-2010 in ihrem Alltag. Fragen nach ihren Ängsten, Bedürfnissen, Wünschen und Zielen. Erstmals erleben sie eine Zeit, in der gesellschaftliche Kontinuitäten in Frage gestellt werden. Eine Zeit, in der völlig unsicher ist, wer Deutschland regieren wird, in der die AfD in den Bundestag eingezogen ist, in der Rechtsextremismus und Rassismus keine Randerscheinungen mehr sind. Eine Zeit, in der demokratiefeindliche Macho-Männer wieder große Machtzentren anführen. Es ist eine Zeit, in der es eine Bewegung „Fridays for Future“ gibt, basierend auf der Frage, was mit unserem Planeten passiert, wenn wir uns nicht ums Klima kümmern, wissend, dass es keinen Plan B gibt. Es ist eine Generation, die bei aller work-life-Balance auch damit leben muss, dass es keine unbefristeten Verträge mehr gibt, dass viele akademische Fächer, wie die der Geisteswissenschaften mehr oder weniger ausgedient haben. Dann kam auch noch Corona. Die Pandemie beendete ad hoc viele Pläne, zerstörte feste Aussichten auf eine Lehrstelle, das soziale Leben wurde lahm gelegt und noch ist nicht annähernd absehbar, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird auf diese Generation. Kinder der Krise möchte ein Kaleidoskop ebenjener Erfahrungen bündeln und ein Coming-of-age Film sein, in dem diese neue Unsicherheit und der Umgang damit zum Thema wird.

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Femme Fatale - Der Alptraum wird wahr

2021 • 52 Min.

Eine Frau, sie ist nackt, ihre mageren Brüste sind zu sehen. Sie präsentiert einen abgeschnittenen Kopf, serviert ihn auf dem silbernen Tablett. Im Hintergrund schwingen Schwerter umher – eine Kampfansage. Regina Götz interpretiert mit ihrem Werk „Salome“ die Femme Fatale in der Kunst 1997 neu: zurück genommen, schlank, unaufgeregt – von jeglichen starren Rollenbildern befreit. Die Femme Fatale – ein historischer Mythos, eine Kunstfigur, eine Fantasie – ursprünglich nur von Männern auf die Leinwand gebracht. Etwa hundert Jahre zuvor, um 1900, malte bereits Lovis Corinth die Salome als Femme Fatale in „Salome II“: schön, vollbusig, leidenschaftlich, bedrohlich. Auch sie präsentiert nackt einen männlichen Kopf – doch nicht ein österreichischer Politiker ist zu sehen wie bei Regina Götz, sondern die biblische Figur Johannes der Täufer. Viel ist passiert in diesen knapp hundert Jahren, seit MalerInnen sich mit der Femme Fatale in der Kunst auseinandergesetzt haben. Diese verhängnisvolle Frau, die Glücksverheißung und Lebensbedrohung in einem war. Die als Medusa, Sphinx, als Salome, Judith oder Eva im Paradies erschien. Die stets das Werk von Männern war. Und heute? Die Zeitgeschichte hat ihren Tribut gefordert. Frauen haben sich nicht nur als Künstlerinnen frei gekämpft, sondern auch als Motiv auf der Leinwand. Die „Femme Fatale“ ist sexy, begehrenswert und bedrohlich. Im 19. Jahrhundert wurde sie als exotische Verführerin, dämonische Sphinx oder raubkatzenartige Frau auf die Leinwand gebracht. Mit der feministischen Bewegung der 1960er/70er Jahre bis Ende der 90er haben sich KünstlerInnen diese Kunstfigur angeeignet, sie umgedreht und neu besetzt. Ein Mythos verschwimmt. Nach Me Too, Frauenquote und Genderforschung hat sich die Femme Fatale das Leben erobert.

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Der Traum vom Profi werden

2021 • 45 Min.

Der Film zeigt den Balanceakt zwischen Leistungsdruck und Erwachsenwerden. Wir begleiten die Nachwuchstalente und ihre Eltern, sprechen mit ihren Förderern und Konkurrenten. Warum wollen die Jugendlichen ihr Hobby zum Beruf machen? Können Sie dem Druck standhalten? Haben sie einen Plan B oder alles auf eine Karte gesetzt? Schwäche zeigen, Zweifel haben, ihre Sorgen aussprechen – all das ist in ihren Disziplinen nicht akzeptiert. Unbeschwert sich mit Freunden treffen, die erste Liebe kennenlernen, die ersten Streitigkeiten mit den Eltern – auch das steht nicht auf ihrem Stundenplan. Die Nachwuchstalente durchleben eine andere Pubertät, eine andere Jugend, werden „anders“ Erwachsen. Sie müssen Verantwortung zeigen, immer professionell bleiben, das Ziel nie aus den Augen verlieren, ansonsten sind alle Bemühungen umsonst gewesen. Der Film soll auch die schönen Momente zeigen, Lebensfreude ausstrahlen und die Glücksmomente aufnehmen, wenn sie ihrem Ziel immer näher kommen. Aber auch mal ein schlechter Tag gehört zum Leben und macht die Dokumentation authentisch und nahbar. Was sind – bei allem Leistungs-und Erfolgsdruck- auch Schattenseiten eines solchen Weges? Wir wollen mit den Unterstützern, den Trainern, Lehrern, den Eltern und Freunden sprechen, um so die Welt rund um den Protagonisten zu verstehen und erlebbar zu machen.

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Schule des Lebens

2021 • 2x53 Min.

Keine Institution hat unser aller Leben so geprägt wie die Schule. Wir liebten sie, wir hassten sie, wir langweilten uns, wir wurden inspiriert, wir fanden Freunde und Feinde fürs Leben. Die Schule als Lebenserfahrung teilen alle Menschen, über jegliche Grenzen hinweg. Im Guten wie im Schlechten, im Inspirierenden, wie im Frustrierenden. Die Erfahrungen während unserer Schulzeit prägen unser ganzes Leben. Ein Lehrer, eine Lehrerin können unserem Leben eine neue Wendung geben, oder aber auch zutiefst verunsichern. Eine Klassengemeinschaft kann Freund und Feind gleichermaßen sein.Die 2-teilige Dokumentation blickt im Ländervergleich Deutschland-Frankreich auf die Geschichte seit dem Ende des 2.Weltkriegs bis zur Jahrtausendwende zurück, trifft Prominente und besucht mit ihnen deren „Schule des Lebens“. Wie wurde das eigene Selbstverständnis beeinflusst durch die Schule? War das Lob eines Lehrers in einem bestimmten Fach vielleicht entscheidend für die Berufswahl? Waren die Konflikte in dieser Zeit des Heranwachsens hilfreich, um später besser durchs Leben zu gehen ? Hat das antiautoritäre System dazu beigetragen, dass man freier wurde oder sich eher verunsichert fühlte? Ist das strenge Schulsystem in Frankreich Garant für Ehrgeiz und Zielstrebigkeit?Eine amüsante, emotionale Reise durch die Welt der Erinnerungen und gleichzeitig ein Spiegel gesellschaftlicher und politischer Veränderungen.

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Alice Neel - die Seelensammlerin

2021 • 52 Min.

Alice Neel war eine Pionierin unter den amerikanischen Künstlerinnen. Hartnäckig verfolgte sie eine Karriere als Malerin von Menschen oder, in ihren eigenen Worten, als "Sammlerin von Seelen". Neels Bilder sind ungeschönt, authentisch und wahr. In ihren Porträts untersucht sie das Innerste des Menschen, die Psychologie der Person. Die Amerikanerin war nie modisch oder im Gleichschritt mit avantgardistischen Bewegungen. Oft thematisierte sie in ihrem Werk zudem gesellschaftlich relevante, ja provokante Themen. Es sind Porträts, die mehr erzählen als nur die Geschichte der Porträtierten. Denn sie sind auch der Schlüssel zu Alice Neel, ihrer Biografie, ihrer Lebenswirklichkeit und ihrer Zeit. Ausgangspunkt für die Spurensuche ist der New Yorker Stadtteil Spanisch Harlem, wo Neel 30 Jahre lebte. Hier entstand auch der Großteil ihrer Werke. Immer wieder kehrt der Film von Porträts und Archivaufnahmen in die belebten Straßen New Yorks zurück, begibt sich auf Alice Neels Spuren durch das Viertel und arbeitet so die Bedeutung von Spanish Harlem und seiner Bewohner als Ursprung und Nährboden für Neels Werk heraus

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