Termine

Magic Cities

24.06.2020 • 18:40 •
arte • 5x45 Min.

25.06.2020 • 17:50 •
arte • 5x45 Min.

25.06.2020 • 18:30 •
arte • 5x45 Min.

Kuala Lumpur, Casablanca, Jakarta, Dubai und Maskat, all diese faszinierenden muslimisch geprägten Metropolen haben eines gemeinsam: Sie sind wichtigster Knoten- und Handelspunkt ihres Landes, sie sind in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu internationalen Schauplätzen, zu globalen Mega Cities geworden. Im Zuge der Globalisierung hat sich ihr Stadtbild stark verändert, in diesen Metropolen trifft die Tradition der Suks und Moscheen auf die moderne und postmoderne Welt der Wolkenkratzer und Museen. Die neue, westlich orientierte Welt trifft auf 1001 Nacht und lässt dabei eine ganz neue Dynamik entstehen. Jede Stadt hat ihren eigenen Rhythmus, ihr eigenes Licht, ihre Eigenheiten, wie sie Tradition und Moderne verbindet. Doch allen ist gemein: sie spielen auf der ganz großen, globalen Bühne mit. Die Doku-Serie zeigt fünf der größten Megacities, die mit einer faszinierenden Symbiose aus Orient und Okzident, altem und neuem Gesicht in der globalen Welt in Erscheinung treten. Die Verbindung aus Tradition und Moderne zeichnet die Einzigartigkeit dieser Städte aus. Die Atmosphäre, die Architektur, die Einbindung in die Natur und nicht zuletzt die Menschen vesinnbildlichen das Gesicht dieser Städte als unentdeckte Highlights, als MAGIC CITIES. MAGIC CITIES ist eine visuelle Hochglanzreihe, eine Entdeckungsreise durch fünf Metropolen mit beeindruckenden Aufnahmen aus neuen Perspektiven. Die Städte sollen in ihrer Dynamik und in ihren Kontrasten eine entsprechende Bildebene bekommen; wir stellen die spezifische Atmosphäre der jeweiligen Metropole in den Mittelpunkt der dramaturgischen Umsetzung. Wir tauchen ein in die fünf Städte und stoßen auf Kontraste aus alter und neuer Welt.

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„Strip, Sex & Crime - Die Geschichte der Chippendales"

26.07.2020 • 21:50 •
arte • 52 Min.

2019 werden sie 40 Jahre alt und von Hollywood Legende Ridley Scott fürs Kino verfilmt. Die Chippendales, die erfolgreichste Männerstripteasegruppe der Welt. Gefeiert als emanzipatorischer Befreiungsschlag, verpönt als Klischeetruppe. Wie konnte das umstrittene Phänomen der Popkulturüber vier Jahrzehnte funktionieren, und was sagt es aus über den Zeitgeist, über Körperkult und Geschlechterverhältnis? Im Fokus steht einerseits die Männertanztruppe als Phänomen der Popkultur mit wechselhafter Wahrnehmung in den vergangenen 40 Jahren, auf der anderen Seite wird der Film die unfassbare Geschichte und Gründung der Chippendales erzählen. Die Historie der Chippendales ist ein echter Krimi. Alles beginnt in Indien, mit Gründer Somen Banerjee, der Ende der 60er Jahre seine Heimat verlässt und in Kalifornien landet, dem damals schon liberalen und sexuell offenen Bundesstaat. 1975 kauft er mit dem Anwalt Bruce Nahin eine heruntergekommene Rock `n Roll Bar. Mit „Chippendales – „male exotic dance night for ladies only“  findet Banerjee eine Marktlücke. Die Geschichte der Show entwickelt sich wie ein (schlechter) Spielfilm. Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern, ein Mord, der nicht aufgeklärt wird, Choreographen, die zur Konkurrenz wechseln, noch ein Mord. Der Gründer der Chippendales landet schließlich im Knast und erhängt sich in seiner Zelle. Doch die Chippendales überleben, bis heute. Halten die Emanzipationsbewegung aus, den metrosexuellen Mann, die Vorwürfe des Sexismus und sind heute erfolgreicher denn je. Das Spiel mit den Geschlechterrollen ist heute kein Makel mehr.  Im Kontext von Metoo haben sich die nackten Männer auf der Bühne einmal mehr in den gesellschaftlichen Diskurs getanzt. Sie sind ein echtes Popphänomen und sie scheinen nicht aus der Mode zu kommen.

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Legendäre Grand Hotels

26.07.2020 • 17:00 •
arte • 4 x 43/52 Min.

02.08.2020 • 17:00 •
arte • 4 x 43/52 Min.

09.08.2020 • 17:00 •
arte • 4 x 43/52 Min.

31.08.2020 • 16:55 •
arte • 4 x 43/52 Min.

1. „Hotel Adlon in Berlin“ – Lorenz Adlon und sein Hotel zwischen den Welten 2. „Beau-Rivage in Genf“ – Familie Mayer und ihr Schicksalshotel 3. „The American Colony in Jerusalem“ – Anna Spafford und ihr Hotel im Kampf der Religionen 4. „Le Bristol in Paris“ – Hippolyte Jammet und sein Hotel des Schweigens Es gibt kaum eine Metropole oder einen begehrten Platz an der Sonne, der nicht mit einem legendären Traditions-Hotel auffahren kann. Bereits von dem Begriff „Grand Hotel“ geht ein besonderer Zauber aus. Die Hotels sind nicht nur Architektur, Familiengeschichte und Tradition, sondern viel mehr auch Chronisten unserer Zeit. Große Persönlichkeiten gingen in den Grand Hotels Europas ein und aus - zu einer Zeit, in der das Reisen noch zelebriert wurde. Die Hotels waren Dreh – und Angelpunkte des gesellschaftlichen Lebens der Oberschicht. Und so ranken sich große Legenden um diese Hotels, die von dem ganz großen Glanz und von den kleinen Anekdoten umgeben sind. In den Häusern wurde gelebt, geliebt und gelitten, es wurde gefeiert genauso wie gestorben. Bekannte Cocktails und Süßspeisen wurden nach den Gästen benannt, Tabus und Herzen gebrochen, weitreichende politische Entscheidungen getroffen und so manche Weltliteratur verfasst. Die Hotels haben zwei Weltkriege überstanden, Demokraten und Despoten kommen und gehen sehen und den gesellschaftlichen Veränderungen im 20. Jahrhundert Raum geboten. „Legendäre Grand Hotels“ ist eine vierteilige Hochglanzreihe, die viel Glamour, amüsante Anekdoten, Geschichte und spannende Einblicke hinter sonst verschlossene Türen verspricht: Wer waren die visionären Gründer, deren Pioniergeist den Hotels zu ihrem gegenwärtigen Ruf verhelfen konnte? Welche Familiengeschichte und Tragödien haben sich hinter den Mauern, fernab der Gäste, abgespielt? Welche architektonischen Meisterleistungen und Kniffe stecken in den Gemäuern?

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Legendäre Grand Hotels

03.08.2020 • 23:30 •
ARD • 4 x 43/52 Min.

10.08.2020 • 23:45 •
ARD • 4 x 43/52 Min.

24.08.2020 • 23:30 •
ARD • 4 x 43/52 Min.

31.08.2020 • 23:30 •
ARD • 4 x 43/52 Min.

1. „Hotel Adlon in Berlin“ – Lorenz Adlon und sein Hotel zwischen den Welten 2. „Beau-Rivage in Genf“ – Familie Mayer und ihr Schicksalshotel 3. „The American Colony in Jerusalem“ – Anna Spafford und ihr Hotel im Kampf der Religionen 4. „Le Bristol in Paris“ – Hippolyte Jammet und sein Hotel des Schweigens Es gibt kaum eine Metropole oder einen begehrten Platz an der Sonne, der nicht mit einem legendären Traditions-Hotel auffahren kann. Bereits von dem Begriff „Grand Hotel“ geht ein besonderer Zauber aus. Die Hotels sind nicht nur Architektur, Familiengeschichte und Tradition, sondern viel mehr auch Chronisten unserer Zeit. Große Persönlichkeiten gingen in den Grand Hotels Europas ein und aus - zu einer Zeit, in der das Reisen noch zelebriert wurde. Die Hotels waren Dreh – und Angelpunkte des gesellschaftlichen Lebens der Oberschicht. Und so ranken sich große Legenden um diese Hotels, die von dem ganz großen Glanz und von den kleinen Anekdoten umgeben sind. In den Häusern wurde gelebt, geliebt und gelitten, es wurde gefeiert genauso wie gestorben. Bekannte Cocktails und Süßspeisen wurden nach den Gästen benannt, Tabus und Herzen gebrochen, weitreichende politische Entscheidungen getroffen und so manche Weltliteratur verfasst. Die Hotels haben zwei Weltkriege überstanden, Demokraten und Despoten kommen und gehen sehen und den gesellschaftlichen Veränderungen im 20. Jahrhundert Raum geboten. „Legendäre Grand Hotels“ ist eine vierteilige Hochglanzreihe, die viel Glamour, amüsante Anekdoten, Geschichte und spannende Einblicke hinter sonst verschlossene Türen verspricht: Wer waren die visionären Gründer, deren Pioniergeist den Hotels zu ihrem gegenwärtigen Ruf verhelfen konnte? Welche Familiengeschichte und Tragödien haben sich hinter den Mauern, fernab der Gäste, abgespielt? Welche architektonischen Meisterleistungen und Kniffe stecken in den Gemäuern?

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„Mama, ich lass Dich nicht im Stich“ - Wenn Kinder die Eltern pflegen

16.08.2020 • 08:00 •
MDR • 45 Min.

Michelle Baron ist 19 Jahre alt, lebt in Mainz und pflegt ihre Mutter Martina, die vor zehn Jahren an Lungenkrebs erkrankte. Die Mutter machte gerade eine Umschulung zur Krankenpflegerin, als der Krebs diagnostiziert wird. Martina Baron konnte seit dem nie wieder arbeiten und ihre Tochter Michelle musste viele Arbeiten übernehmen, die normalerweise Elternsache sind. „Ich koche, wasche, mache den Haushalt, helfe ihr beim An– und Ausziehen. Und wenn sie badet oder duscht möchte sie, dass ich dabei bin. Ich muss nichts machen aber einfach meine Anwesenheit beruhigt sie. Meine Mama hat oft Luftausfälle, da will ich sie nicht alleine lassen. Sie braucht meine Unterstützung.“ Die Betreuung alter und kranker Menschen ist eines der meist diskutierten Themen unserer Zeit. Meist wird die Situation von Betroffenen und Pflegekräften in allen Einzelheiten beleuchtet. Doch noch kaum im öffentlichen Bewusstsein angekommen sind die Belastungen, denen Kinder und Jugendliche täglich ausgesetzt sind, wenn sie in die Pflege ihrer Eltern oder Familienmitglieder mit eingebunden sind. Allein in Deutschland betrifft das etwa eine Viertelmillion Jugendliche. Viele von ihnen pflegen einen erkrankten Elternteil. Pflegende Kinder und Jugendliche müssen schnell erwachsen werden. Doch nicht alle Kinder und Jugendliche sehen sich als Pflegekraft, viele von ihnen suchen und bekommen daher keine Unterstützung und sind oft mit ihrem Alltag überfordert. Die Zeit für Schule, Hobbys und Freunde bleibt oft auf der Strecke. Auch der Einstieg in das Berufsleben fällt den jungen Pflegenden oft viel schwerer als ihren Freunden. Ein Umzug für den erträumten Studienplatz oder der Ortswechsel für eine Ausbildung wird dann zum emotionalen Balanceakt. Ständig begleitet von der Sorge um die Eltern. Die Jugendlichen haben gelernt, sich selbst zurück zu stellen. Das wird für ihre Zukunft oft zum Verhängnis.

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Cowgirls in Colorado

12.09.2020 • 19:30 •
45 Min.

Der wilde Westen ist weiß. Die Welt der Cowboys, der Ranches, des Lagerfeuers, das Rodeo und das Rindertreiben – niemand denkt dabei an afroamerikanische Gesichter unter breitkrempigen Cowboyhüten in den USA. Und doch existiert nahe der Stadt Denver in Colorado eine prosperierende Gemeinde schwarzer Männer und Frauen, die diese Lebenswelt mit Pferden und Kälbern, Lassos und Cowboystiefeln, dicken Gürtelschnallen und harter Reiterarbeit weiterführt und ein neues Licht wirft auf eine zu Irrtum verbundene nordamerikanische Tradition mit rein weißer Geschichte. Das erste Rodeo in den USA soll im Jahre 1864 von weißen Cowboys benachbarter Farmen in Colorado abgehalten worden sein, doch ähnliche Veranstaltungen gab es in Südamerika bereits lange davor. Schon 1800 wurde von Rodeos berichtet, welche von den Viehhirten auf den Weiden Brasiliens abgehalten wurden. Alexander von Humboldt beschrieb in seinen Reiseberichten die damaligen Rodeos der „bewaffneten Indianer“. Auch wenn diese nicht mit den professionell organisierten Wettkämpfen in Nordamerika zu vergleichen waren, kann man sie heute dennoch als Ursprung des heutigen Rodeos ansehen. Wir alle kennen dennoch heute nur das Standardimage des amerikanischen Cowboys. Von John Wayne in Klassikern wie „True Grit/Der Marshal“ bis zu den gutaussehenden Marlboro-Männern in den kultigen Zigarettenwerbungen. Denn die Geschichtsbücher und "Hollywood" -Darstellungen von Ranchern und Farmern haben schon lange viele prominente Reiter übersehen - Afroamerikaner. Der Schätzung nach war unmittelbar nach dem amerikanischen Bürgerkrieg Mitte des 19. Jahrhunderts jeder vierte Cowboy schwarz. Als Amerika die Westgrenze besiedelte, gingen Tausende schwarzer Cowboys voran. Historische Berichte ignorierten diesen Fakt. Seitdem hat sich das Rad noch weiter gedreht. Mittlerweile gibt es seit 1984 das einzige rein schwarze Rodeo in den USA, das Bill Bickett Rodeo. Und auch schwarze Frauen haben diese eigentlich männlich dominierte Welt erobert. In unserer „ARTE Wunderwelt“ möchten wir deshalb die Welt der „black cowgirls“, der schwarzen Cowgirls in den USA erkunden. Wir begleiten Newcomerinnen und Profireiterinnen in ihrer Vorbereitung für das große Bill Picket Rodeo im Januar 2020 in Denver. Wir begleiten ebenfalls die afroamerikanischen Organisatorinnen des Bill Picket Rodeos aus Denver, die von hier aus den Rodeo-Wettbewerb für die schwarzen Cowgirls-und boys planen und immer mehr schwarze Frauen dafür begeistern wollen.

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Zum Glück zu zehnt

08.11.2020 • 22:40 •
WDR • 45 Min.

Mit vier Jahren tragen Alvar und Linnea noch Windeln, Monika Adler schläft mit drei bis vier Kindern jede Nacht in einem Bett und Luise, das älteste der acht Adler-Kinder, hat als einziges ein riesiges eigenes Zimmer. Das war 2010, als wir Familie Adler aus Düsseldorf für eine Dokumentation begleiteten, in ihrem Alltag und auf einer aufregenden Reise aller zehn Familienmitglieder mit einem engen Hausboot über die Kanäle des Elsass. „Acht Kinder und glücklich“ – war es wirklich so? Ja, es war so. Wenn es auch nicht ohne Streit und Stress ging. Wie geht es Familie Adler neun Jahre später? Sie werden immer noch Pummi, Putzi, Pitter etc. genannt. Was ist heute Glück oder Luxus für sie? Was für Träume haben die Kinder nun? Das besondere dieses Films wird sein, durch Rückblicke und Neudreh diese Kinder nach einem Abstand von neun Jahren wieder zusehen. Die damals-heute Sequenzen machen den Reiz dieses Films aus. Neun Jahre sind eine lange Zeit für Kinder, man erkennt sie zum großen Teil nicht mehr wieder. Und Paul und Monika? Sieht man ihnen das Leben mit vielen Kindern ohne viel Muße und Zeit für sich im Älterwerden stark an? Oder ist dieses Leben in der Großfamilie für sie einfach nur das Geheimrezept für ein ausgeglichenes und zufriedenes Leben? Wir begeben uns wieder in Alltag und Urlaub mit Familie Adler.

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In Produktion

Legenden: Sigmund Jähn

2020 • 90 Min.

Am 26. August 1978 verkündeten die Medien der DDR, was bis dahin absoluter Geheimhaltung unterworfen war: Der erste Deutsche war unterwegs in den Weltraum! 125 mal umkreiste ein sächsischer Kosmonaut in einer sowjetischen Raumstation die Erde und landete nach acht Tagen wieder in der kasachischen Steppe. Für Jähn war es nur ein kleiner Schritt in die Sojus-Kapsel, für die DDR-Bürger jedoch ein kleines Weltwunder. Bei seiner Rückkehr war Jähn ein Volksheld. Geboren als Arbeiterkind im sächsischen Vogtland, Kampfpilot der NVA, Mitglied von SED und Volkskammer und Kosmonaut der deutsch-sowjetischen Sojus-Mission. Mehr DDR ging nicht. Dank ihm war das kleine Land auf einmal ganz oben, im Weltall. Jähn und Russland, eine ganz besondere Beziehung. Die russische Sprache beherrschte er perfekt, er verbrachte dort wichtige Abschnitte seine Lebens: Militärakademie, die Ausbildung zum Kosmonauten, den Flug ins All, nichts zuletzt einen großen Teil seines Familienlebens. Bei alldem wurde aus Sigmund Jähn dennoch nie ein weltgewandter Charmeur, allerdings genauso wenig ein parteipolitischer Eiferer. Er blieb stets der freundliche und bescheidene, aber auch ein wenig verschmitzte Junge von nebenan. Der Film begibt sich auf Spurensuche. Im Vogtland, in Russland und seinem Zuhause der vergangenen Jahre in Strausberg. Wir treffen Begleiter und Weggefährten. Noch wenige Monate vor seinem Tod durften wir ihn mit der Kamera begleiten. So sind einzigartige Aufnahmen von ganz besonderer Wirkung entstanden.

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Das deutsch-deutsche Space-Race (AT)

2020 • 45 Min.

Am 26. August 1978 verkündeten die DDR-Medien, was bis dahin absoluter Geheimhaltung unterworfen war: Der erste Deutsche war unterwegs in den Weltraum! 125 mal umkreiste ein sächsischer Kosmonaut in einer sowjetischen Raumstation die Erde und landete nach acht Tagen wieder in der kasachischen Steppe. Bei seiner Rückkehr war Sigmund Jähn ein Volksheld. Und die DDR im kollektiven Kosmos-Rausch. Für Jähn war es nur ein kleiner Schritt in die Sojus-Kapsel, für die DDR-Menschheit jedoch ein ganz großer: Eroberung des Alls und Triumph über den Systemgegner BRD im deutsch-deutschen Space Race.Diese Geschichte ist jedoch mehr als eine Episode im Kalten Krieg. Sie nimmt eine tragische Wende nach dem Mauerfall, erzählt von Missachtung und Denkmalssturz. Und schließlich von einem unerwarteten Happy End. Eine Geschichte von Rivalität und Freundschaft, von Bescheidenheit und Respekt, vom Kleinmut der Staaten und menschlicher Größe. Am Ende landen wir mit Jähn im Hier und Jetzt: in der Raumfahrt von 2019.

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In der Mitte Amerikas

2020 • 2x45/52 Min.

Sie sind die letzten geheimen Naturparadiese in Mittelamerika. Abseits vom touristischen Mainstream liegen Honduras und Nicaragua. Die zweiteilige Reihe taucht ein in spektakuläre Landschaften, entdeckt Regenwälder, Wildwasserflüsse, Seen und Hochgebirge; stille Dörfer der Indígenas, rauchende Vulkane, Canyons, Küsten an Karibik und Pazifik, Mangrovensümpfe, und Ruinen aus der Hochkultur der Maya. Die Reihe wird natur-und tierkonzentriert erzählt - die Menschen, die durch Flora und Fauna führen, sind stolz auf ihr Land, das sie Heimat nennen und in dem sie verwurzelt sind. Was sind die wahren Schätze dieser mittelamerikanischen kleinen Natur-Paradiese, über die wenig bekannt ist? Diese zwei Länder gehören zu den ärmsten Staaten Mittelamerikas. In der Vergangenheit wurden sie oft zum Spielball der Großmächte und international nur darauf reduziert. Viele ihre Einwohner flüchten in Richtung USA, weil sie dort ein besseres Leben erhoffen. Bandenkriege und Drogenkartelle stehen dadurch im Vordergrund der Berichterstattung. Doch gibt es diese Wirklichkeit dahinter: zwei Länder, die in ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Flora und Fauna so verschieden und jeweils einzigartig sind. Die Reihe beginnt in Nicaragua, dem Land, in dem zwischen Pazifik und karibischem Meer zwei der größten Süßwasser-Seen Mittelamerikas liegen: der Lago de Managua und der 800 qkm große Lago de Nicaragua, Zentralamerikas größtes Binnengewässer. Hier leben Bullenhaie, Kormorane, Kolibris und Leguane. Der Lago Managua war vor Jahren nahezu biologisch tot, verdreckt mit Abwasser und Müll. Doch heute können die Menschen wieder darin baden. Honduras beherbergt die größten noch intakten und zusammenhängenden Regenwälder Mittelamerikas. Die tropischen Regenwälder sind breitblättrige Wälder, die zu den gefährdetsten Lebenswelten auf der Erde zählen. Das Gebiet erstreckt sich entlang der Karibikküste von Nicaragua weit hinein in den Osten von Honduras und dient als Refugium vieler seltener und zum Aussterben bedrohter Tierarten wie Tapir, roter Arapapagei, Königsgeier, Harpyie Adler oder Jaguar. Die Dschungel, Sumpf und Savannenlandschaften der Mosquitia sind einzigartig.

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Eine einsame Stadt

2020 • 90 Min.

Augen in der Großstadt: „Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen: da zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider - Was war das? vielleicht dein Lebensglück... vorbei, verweht, nie wieder.“ Kurt Tucholsky „Eine einsame Stadt“ portraitiert ein Gefühl, das vor keiner Generation, keiner Gesellschaftsgruppe und keiner Berufssparte Halt macht. Ein Gefühl, das symptomatisch zu sein scheint in einer Zeit, in der mehr und mehr Begegnungen digital stattfinden, in der lange, verbindliche Partnerschaften immer ungewöhnlicher erscheinen, in der man sich nicht mehr heimisch fühlt in einer großen Familie, einem verlässlichen Freundeskreis oder einfach nur, weil man sich durch Jobwechsel oder Arbeitsbelastung nicht gekümmert hat um seine sozialen Beziehungen. Statistiken belegen: immer mehr Menschen fühlen sich einsam, sind einsam, leben einsam. Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Die Individualisierungsschleife, einst als Befreiung gefeiert, macht erst heute mehr und mehr sichtbar, was auf der Strecke geblieben ist: Verbindlichkeit, Loyalität, Hinwendung. In den Großstädten werden immer mehr Single Wohnungen gebaut, weil sie gebraucht werden. Berlin dient in diesem Film als Realkulisse für Erfahrungen von Einsamkeit. Der Film lässt sich episodenhaft mit den Protagonisten durch die Stadt treiben. Alle Menschen in diesem Film leben ihre ganz eigene Einsamkeit: verlassen, verwitwet, Single, überfordert, gehetzt, auf der ewigen Suche. Alle eint das Gefühl in dieser Stadt nirgends so richtig dazuzugehören. Der Film möchte diesem Gefühl eine ganz eigene Geschichte zu geben. Poetisch, zugewandt, unaufdringlich, inne haltend, aber auch neugierig, unterhaltsam und abwechslungsreich.

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Mein Kopf. Mein Tuch

2019 • 90 Min.

„Ich habe mich mit 40 Jahren entschieden das Kopftuch zu tragen und meinen Töchtern nie gesagt, dass sie das auch machen sollen. Bei uns ist das freiwillig und jedem selbst überlassen.“ Eine Haltung, die viele in Deutschland nicht glauben wollen. Das Kopftuch – kaum ein Kleidungsstück polarisiert mehr und sorgt für Diskussionsstoff. Es gilt als Metapher für den aufgeladenen Kampf der Kulturen. Kaum einer fragt da mehr nach, warum Frauen sich entscheiden, die Kopfbedeckung an zulegen, ob sie es freiwillig tun, aus Glaubensgründen, aus Respekt vor ihrer Kultur oder weil sie es einfach gerne tragen. Vieles scheint schon entschieden in dieser Debatte, bevor man überhaupt miteinander gesprochen hat. Das Kopftuch gilt heute für viele als das Zeichen von Unterdrückung der Frau. Auch viele Musilma sehen das im Übrigen so, was es für die Kopftuchträgerinnen nicht leichter macht. Doch machen wir es uns damit nicht zu leicht? Wie sehr sind wir am Ende bereit, uns mit der Religion und Kultur anderer Glaubensrichtungen zu beschäftigen? Der Film möchte zeigen, dass es zum ganz normalen Alltag vieler muslimischer Frauen gehört, das Kopftuch anzulegen. Freiwillig und selbstbestimmt. Der Dokumentarfilm „Das Kopftuch“ begleitet Frauen, die in Deutschland leben. Hier groß geworden sind, hier studieren und hier arbeiten. Sie alle sind betroffen von den Vorurteilen, doch sie alle stellen sich dem Gespräch und beschreiben ihre ganz persönliche Haltung zu diesem Stück Stoff. Verschiedene Generationen aus allen Teilen Deutschlands. Der Film begleitet Muslima aus ganz unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Kontexten in ihrem beruflichen und privaten Alltag. Leben mit dem Kopftuch bedeutet für jede von ihnen zunächst das klare Zeichen einer Zugehörigkeit zum Islam und der religiösen Tradition. Doch für jede einzelne von ihnen steckt hinter der Kopfbedeckung eine ganz eigene Erfahrungswelt. Vom Kampf sich durchzusetzen, vom langen Weg es geschafft zu haben. Aber auch die immerwährenden Konflikte und Kommentare, die diese Entscheidung begleiten. Von Mühsal und Müdigkeit, von Ehrgeiz und Stolz, von Pragmatismus bis zur Mission. Jede Frau hat ihren eigenen Blick. Es ist der Versuch, dem gesellschaftlich und politisch höchst kontrovers aufgeladenen Kleidungsstück seine Normalität zurückzugeben ohne die Kontroversen auszuschließen.

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Störfaktor Kunst (3 x 52 min.)

2020 • 3x 52 Min.

Die Themen, die eine Gesellschaft politisch und emotional umtreiben, sind auch heute noch mehr oder weniger die gleichen wie in den vergangenen Jahrhunderten: Macht und Kapital, Sex und die Geschlechterrollen, der Glaube und die Religion. Die Kunst ist in diesen Fragen über viele Jahrzehnte ihrer Rolle als Provokateur, Enfant Terrible und Widersacher gerecht geworden. Doch wie sieht die gesellschaftspolitische Intervention der Gegenwart aus?  Wird es schwieriger in Zeiten von digitalem Bilderwahnsinn, den Betrachter zu schockieren, zu emotionalisieren?   In drei Filmen, die sich diesen wesentlichen Fragestellungen unserer Zeit zuwenden, setzen wir uns damit auseinander. Müssen Künstler möglicherweise andere Mittel einsetzen, um uns als Betrachter zu erreichen? Wie sieht Provokation heute aus?  War es früher einfacher mit Kunst zu provozieren, weil damals gesellschaftliche Tabus stärker ausgeprägt waren als heute und man sie deshalb leichter brechen konnte?  In drei Filmen, die sich mit Macht und Kapital, Sexismus und die Geschlechterrollen und Glaube und die Religion beschäftigen, wird der Zuschauer erfahren, wie Künstler in der Geschichte diese Themen provokativ verarbeitet haben und wie sie es heute immer noch tun, nur eben anders. 

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3 Jahre - 3 neue Länder

2020 • 3 x 45 Min.

Ganz selbstverständlich sprechen wir noch heute, fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, von den „alten“ und den „neuen“ Bundesländern. Doch wie wurden 1990 eigentlich die ostdeutschen Bundesländer strukturiert? Wer bestimmte über die Grenzen? Wie wurden aus den 14 Bezirken und den 217 Kreisen der DDR die fünf „Neuen“? War das eine gleichberechtigte Entscheidung? Wie fühlten sich die ehemaligen DDR Bürger, als sie zu Thüringern oder Sachsen-Anhaltinern wurden, identifizierten sie sich mit ihrem neuen Bundesland? Die Gründung der neuen Bundesländer wurde von Konflikten und vielen Diskussionen begleitet. Es war ein Prozess, der innerhalb der ehemaligen DDR für viel Zündstoff sorgte, aber auch den Westen sehr beschäftigt. Spätestens mit der Zusammenkunft im ersten gemeinsamen Bundesrat wurde die deutsch-deutsche Politik Realität. Los ging es direkt nach dem Fall der Mauer. Auf den Montagsdemonstrationen wurden erste Rufe laut, die Bezirke abzuschaffen und die „alten“ Länder wieder zu gründen, also Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen.  Nach der ersten freien Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wollte die neue Regierung unter Lothar de Maizière auf jeden Fall die zentralistische Struktur mit den Bezirken zugunsten einer föderalen Länderstruktur abschaffen. Aber eine wichtige Frage lautete: Sollen die fünf ehemaligen Länder neu gegründet oder gleich größere Länder gebildet werden, die vielleicht wirtschaftlich bessere Chancen und sicherlich mehr politischen Einfluss in einem vereinigten Deutschland haben würden? Zum 31. Mai löste die DDR-Regierung in einem ersten Schritt auf dem Weg zur Länderbildung die Bezirkstage auf.  Am 3. August ernannte die Regierung für jedes in Gründung befindliche Land einen Sprecher. Am 22. Juli 1990 wurden die fünf neuen Länder auf Beschluss der Volkskammer durch das Ländereinführungsgesetz beschlossen. Damit endete die von der sowjetischen Militäradministration eingeführte Zentralisierung nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch wie blicken die Menschen heute auf diese Zeit zurück? Wie sehr identifizierten sie sich damals mit den neuen Ländern und wie ist es heute. Die dreiteilige Serie geht auf Zeitreise und konzentriert sich auf die wichtigen Jahre 1990, 1991 und 1992 mit einem Ausblick in die Gegenwart. 

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Ernst Ludwig Kirchner - Das geteilte Ich

2020 • 52/43 Min.

Die Dokumentation stellt die spannende Biografie des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner vor, sein Hin-und Hergerissen-Sein zwischen Erfolg, Genialität und gleichzeitig psychischer Labilität und Selbstaufgabe. Sie legt dann den Fokus auf die Kunstfigur Louis de Marsalle und seine Schriften. Inwiefern unterliegt Kirchners Werk den französischen Kunsteinflüssen? Die Lektüre von Kirchners Schriften ermöglicht, sein Werk zu «erden», es mit den gesellschaftlichen Prozessen des 20. Jahrhunderts in Verbindung zu bringen. Kirchner kann heute auf der Basis seiner Selbstdarstellungsstrategie als moderner Künstlertypus betrachtet werden, als Vorläufer des medienorientierten Künstlers, der sich selbst vermarktet und dessen Kunst bereits die Kunstkritik mit einbezieht. Darf man als Künstler sein eigenes Oeuvre und die Rezeptionsgeschichte manipulieren? Jahrzehntelang empfanden Kunstfreunde dies als unfein. Nach heutigem Kunstverständnis ist jedoch auch das Kunst. Die Dokumentation wirft aber vor allem einen kritischen Blick auf Kirchner selbst und ordnet sein zum Teil „skandalöses“ Verhalten –aus damaliger oder heutiger Sicht- und sein Werk in die Rezeptionsgeschichte dieses Künstlers ein. Kirchner ist heute einer der größten deutschen Maler der klassischen Moderne, erfährt viel Zustimmung vom Kunstmarkt, Museumsbetrieb und dem Publikum. Der Film möchte jedoch Ernst Ludwig Kirchner nicht „zu Tode feiern“, sondern zeigen, dass moderne Kunstgeschichte untrennbar mit dem Begriff des Skandals verbunden ist und „Skandale“ – in unterschiedlichen Zeiten – immer wieder neu eingeordnet werden, weil sich die Parameter ändern . Von Februar bis Mai 2021 läuft eine große Ernst Ludwig Kirchner/Emil Nolde Ausstellung im Statens Museum in Kopenhagen, im Anschluß von Juni bis Oktober 2021 im Amsterdamer Stedelijk Museum.

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Von nun an ohne Dich (AT)

2020 • 45 Min.

Wenn sich ein nahe stehender Mensch dazu entscheidet aus dem gemeinsamen Leben zu gehen – ohne Abschied, ohne Hilferuf - bleibt bei den Hinterbliebenen nicht nur Trauer, sondern auch Wut und Verzweiflung. Sie fühlen sich ohnmächtig und fragen sich, wie sie den Verlust hätten verhindern können. Der Suizid verändert das Leben der Hinterbliebenen grundlegend. Der Vorfall begleitet die Betroffenen oft über viele Jahre hinweg und prägt ihre Biografie. Wir begleiten zwei Frauen, die einen geliebten Menschen zu früh verloren haben. Heilt die Zeit wirklich Wunden und was braucht es, damit aus Schmerz, Trauer und Wut wieder Hoffnung wird. Wie lässt sich der Zustand verarbeiten, dass nun “der eine Platz am Familientisch” leerbleibt? Für die Betroffenen beginnt eine neue Zeitrechnung – das Leben vor und nach dem Suizid.

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Unentschuldbar? (AT)

2020 • 45/30 Min.

Kann ich das verzeihen? Eine Frage, die sich sicherlich viele schon irgendwann einmal in ihrem Leben stellen mussten. Vergebung gilt als Grundelement des christlichen Glaubens. „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“, heißt es in einer Zeile des Vaterunsers. Doch hat Verzeihen eine Grenze? Gibt es Schicksalsschläge, Grausamkeiten oder Handlungen, die unverzeihlich sind? Und stehen Verzeihen und Schuld automatisch in einem direkten Zusammenhang? Egal welche Geschichte sich hinter dem Vorsatz des Verzeihens verbirgt, es ist eine Herausforderung, ein langer, vielleicht auch niemals endender, Weg. Es ist ein Kampf zwischen Gefühl und Verstand, der nicht geradlinig verläuft. Doch warum ist es wichtig diesen Kampf auszufechten? Warum sollte man eigentlich verzeihen? In unserem Film begleiten wir zwei Familien, die durch einen schweren Schicksalsschlag geliebte Menschen verloren haben. Schnell sind sie nach dem schockartigen Zustand der Trauer über deren Tod mit dem Thema Schuld konfrontiert. Kann ich jemandem Verzeihen, der mir das Liebste genommen hat? Bin ich fähig, vielleicht auch mir selbst einen Fehler mit grausamen Folgen zu vergeben? „Unentschuldbar?“ zeigt, wie groß die Herausforderung Verzeihen sein kann und zugleich wie wichtig Vergebung vor allem für die Betroffenen selbst bleibt.

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Caspar David Friedrich

2020 • 52 Min.

„Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht.“ (Caspar David Friedrich) Caspar David Friedrich ist ein Jahrhundertkünstler. Ein Wanderer zwischen verschiedenen Welten, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Bilder sprechen von Gefühlen, die jeder von uns kennt, erzählen von Sehnsucht, Einsamkeit, Verlassen sein. Die Gemälde des Malers sind von einer Melancholie durchzogen, die ihm als Mantel dient, ein Mantel, in den er den Menschen hüllt, um seine Einsamkeitserfahrung und das Wissen um den Tod erträglicher zu machen. Gefunden hat Friedrich dieses Gefühl in sich selbst. Der Frühromantiker vertrat die Meinung, dass ein Maler nicht malen sollte, was er vor sich, sondern was er in sich sieht. Ein Vorsatz, den er schonungslos verfolgt und konsequent umgesetzt hat. Dadurch ist es ihm gelungen, eine universale Erfahrung auf Leinwand zu bannen: Die Unausweichlichkeit des Wissens darüber, dass wir die Welt allein betreten und alleine aus ihr gehen. Das macht Caspar David Friedrichs Werk zeitlos. Dass ein historischer Maler wie Caspar David Friedrich es schafft, auch im 21. Jahrhundert ungebrochen starke Reaktionen zu evozieren, sich Generation um Generation Menschen aller Nationen, Alters- und Herkunftsklassen mit seiner Kunst identifizieren ist ungewöhnlich und faszinierend zu gleich. Was genau aber macht seine Zeitlosigkeit aus? Worin liegt die Kraft seiner Bilder? Was tragen seine eigene Geschichte, seine Ausflüge in die Natur, sein Innenleben zur Entstehung solcher Meisterwerke bei? Welche Bedeutung haben Caspar David Friedrichs Bilder für uns heute? In miteinander verzahnten Sequenzen wird in Caspar David Friedrich – Wanderer zwischen den Welten der Einfluss, den Caspar David Friedrich auf unser Hier und Heute hat mittels zeitgenössischer Kunst nachgezeichnet, sein biografischer Werdegang aufgefächert und seine Darstellung der Natur im Blick auf die psychologische Lesart ins Zentrum gerückt. Isolation und Einsamkeit als zentrale Gefühle seines Werks zeigen, wie aktuell seine Bilder im Blick auf unsere vereinzelte Gesellschaft sind. Der Film spürt dem Phänomen seiner Zeitlosigkeit nach, erkundet die politische, psychologische und religiös-spirituelle Dimension im Werk Friedrichs und wirft die Frage auf, was seine Kunstwerke uns über die Vergangenheit, die Gegenwart, vor allem aber über das Menschsein selbst verraten.

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Als der Norden schwimmen lernte

2020 • 45 Min.

„Schwimmen?! – das kann doch jedes Kind!“ – das stimmt heute, leider, nicht mehr. Wasser und Schwimmen – das sind zwei Dinge, die historisch betrachtet nicht unbedingt zusammengehören. Am 18. Juli 1912 warten über 1000 Menschen auf der Seebrücke im Ostseebades Binz auf Rügen gespannt auf die Ankunft des Bäderdampfers „Kronprinz Wilhelm“. Als die Brücke unter der Last der Schaulustigen zusammenbricht, stürzen über 100 Menschen ins Wasser, 16, davon zwei Kinder, ertrinken. Die meisten von ihnen können nicht schwimmen. Gut ein Jahr später, im Oktober 1913 wird in Leipzig ein Verein gegründet – die „Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft“, kurz DLRG. Damals können nur etwa drei Prozent der Bevölkerung schwimmen, jährlich ertrinken bis zu 5000 Menschen. Das ist der Beginn einer großen Offensive: die Deutschen sollen schwimmen lernen! Norddeutschland mit seinen Seebäder prägt das Bild der deutschen Küsten: Norderney, Helgoland, Westerland auf Sylt, Travemünde, Heiligendamm, Prora – mit über 1.500 Kilometer Küstenlinie ist der Norden mit seinen Stränden heute Deutschlands Badewanne. Der Film erzählt die Geschichte des Schwimmen-Lernens. Von der Entwicklung der Seebäder, über die Bäderkultur der Badeanstalten in den Städten und auf dem Land, dem Erfinder der Schwimmflügel und dem Badevergnügen für alle im gechlorten Becken.

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Das Ende des Genies? Kunst und künstliche Intelligenz

2020 • 40 Min.

Kunst die sich mit neuen Technologien auseinandersetzt, die mit Artificial Intelligence und Robotik arbeitet, liegt im Trend. Opernstar Andrea Bocelli lässt sich von einem Humanoiden dirigieren. Das Theaterkollektiv Rimini Protokoll fertigt für ihr Stück Uncanny Valley ein animatronisches Double des Schriftstellers Thomas Melle, das dem Original verblüffend ähnlich sieht. Und ein chinesischer Smartphone-Fabrikant sorgt für Schlagzeilen, weil er Franz Schuberts „Unvollendete“ von künstlicher Intelligenz vollenden lässt und in London zur Aufführung bringt. Marina Abramovic stellt sich als Hologramm aus. Was bisher noch spielerisch war scheint Realität werden zu können. Der Künstler ist ein Genie und somit unersetzlich – doch das könnte sich künftig ändern. Erste Beispiele gibt es schon: Das von künstlicher Intelligenz erstellte Porträt von Edmond de Belamy wurde vom New Yorker Auktionshaus Christie’s für 432.500 Dollar versteigert und übertraf den geschätzten Wert damit um mehr als das Vierzigfache. Urheber des Bildes: Künstliche Intelligenz. Hinter dem Coup steckt das Künstlerkollektiv Obvious. Nun wird darüber gestritten, wer nun eigentlich der Künstler ist, denn Obvious haben die AI schließlich zum Einsatz gebracht. Ereignisse, die erahnen lassen, wie die Kunst der Zukunft aussehen könnte, aussehen wird. Was die einen für revolutionär halten, halten die anderen für effekthascherisch, kitschig und gefährlich. Denn der zunehmende Einsatz neuer Technologien in der Kultur droht, den Künstler abzuschaffen. Doch wieviel Robotik verträgt die Kunst? Immerhin ist sie ein Ausdruck menschlichen Erlebens und ein Versuch, die Conditio Humana zu verhandeln. Kann sich eine Maschine wirklich als eigenständiger Akteur in den komplexen Prozess einfügen, der für das Schaffen eines Kunstwerks nötig ist?

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Kinder der Krise

2021 • 90 Min.

Klimakrise, Rassismus, Genderfragen, jetzt auch noch Corona. Die Generation der heute 15-25jährigen wächst mit vielen Krisen und komplexen Fragestellungen auf. Der Dokumentarfilm "Kinder der Krise" versucht diesem Gefühl auf den Grund zu gehen. Wir begeben uns auf eine Reise quer durch Deutschland und begleiten junge Menschen der Jahrgänge 1995-2010 in ihrem Alltag. Fragen nach ihren Ängsten, Bedürfnissen, Wünschen und Zielen. Erstmals erleben sie eine Zeit, in der gesellschaftliche Kontinuitäten in Frage gestellt werden. Eine Zeit, in der völlig unsicher ist, wer Deutschland regieren wird, in der die AfD in den Bundestag eingezogen ist, in der Rechtsextremismus und Rassismus keine Randerscheinungen mehr sind. Eine Zeit, in der demokratiefeindliche Macho-Männer wieder große Machtzentren anführen. Es ist eine Zeit, in der es eine Bewegung „Fridays for Future“ gibt, basierend auf der Frage, was mit unserem Planeten passiert, wenn wir uns nicht ums Klima kümmern, wissend, dass es keinen Plan B gibt. Es ist eine Generation, die bei aller work-life-Balance auch damit leben muss, dass es keine unbefristeten Verträge mehr gibt, dass viele akademische Fächer, wie die der Geisteswissenschaften mehr oder weniger ausgedient haben. Dann kam auch noch Corona. Die Pandemie beendete ad hoc viele Pläne, zerstörte feste Aussichten auf eine Lehrstelle, das soziale Leben wurde lahm gelegt und noch ist nicht annähernd absehbar, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird auf diese Generation. Kinder der Krise möchte ein Kaleidoskop ebenjener Erfahrungen bündeln und ein Coming-of-age Film sein, in dem diese neue Unsicherheit und der Umgang damit zum Thema wird.

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