Termine

Jung, jüdisch, weiblich

21.02.2021 • 17:30 •
ARD • 45/30 Min.

Leise, beinahe unbemerkt erlebte die jüdische Community in Deutschland in den vergangenen Jahren einen enormen Wandel. Sie ist vielfältiger geworden – sowohl ethnisch als auch kulturell und religiös. Egal ob streng orthodox oder liberal progressiv - vor allem die junge Generation steht vor der Aufgabe das Erbe ihrer jüdischen Identität zu erhalten, neu zu gestalten und zu einen. Doch welche Rolle spielt die weibliche Perspektive in dieser Entwicklung? Was denken junge, jüdische Frauen in Deutschland über Tradition und Glaube, über Feminismus und weibliche Vorbilder? Welchen Anteil haben sie an der Gestaltung eines „modernen Judentums“? Wir begleiten drei junge Frauen, mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und Positionen auf die Auslebung ihres jüdischen Glaubens. Jede auf der Suche nach einem Weg, die eigene Identität als moderne Frau und das eigene Verhältnis zum Glauben auszuloten und zu formulieren. Wie lassen sich Tradition und Gegenwart, eigene Bedürfnisse und religiöse Regeln in Einklang bringen? Die Dokumentation zeigt, wie konträr und diffizil sich oftmals gelebter jüdischer Glaube in die Alltagsrealität der modernen weiblichen Welt fügt.

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Legendäre Grand Hotels

28.02.2021 • 17:00 •
phoenix • 4 x 43/52 Min.

28.02.2021 • 17:45 •
phoenix • 4 x 43/52 Min.

28.02.2021 • 18:30 •
phoenix • 4 x 43/52 Min.

1. „Hotel Adlon in Berlin“ – Lorenz Adlon und sein Hotel zwischen den Welten 2. „Beau-Rivage in Genf“ – Familie Mayer und ihr Schicksalshotel 3. „The American Colony in Jerusalem“ – Anna Spafford und ihr Hotel im Kampf der Religionen 4. „Le Bristol in Paris“ – Hippolyte Jammet und sein Hotel des Schweigens Es gibt kaum eine Metropole oder einen begehrten Platz an der Sonne, der nicht mit einem legendären Traditions-Hotel auffahren kann. Bereits von dem Begriff „Grand Hotel“ geht ein besonderer Zauber aus. Die Hotels sind nicht nur Architektur, Familiengeschichte und Tradition, sondern viel mehr auch Chronisten unserer Zeit. Große Persönlichkeiten gingen in den Grand Hotels Europas ein und aus - zu einer Zeit, in der das Reisen noch zelebriert wurde. Die Hotels waren Dreh – und Angelpunkte des gesellschaftlichen Lebens der Oberschicht. Und so ranken sich große Legenden um diese Hotels, die von dem ganz großen Glanz und von den kleinen Anekdoten umgeben sind. In den Häusern wurde gelebt, geliebt und gelitten, es wurde gefeiert genauso wie gestorben. Bekannte Cocktails und Süßspeisen wurden nach den Gästen benannt, Tabus und Herzen gebrochen, weitreichende politische Entscheidungen getroffen und so manche Weltliteratur verfasst. Die Hotels haben zwei Weltkriege überstanden, Demokraten und Despoten kommen und gehen sehen und den gesellschaftlichen Veränderungen im 20. Jahrhundert Raum geboten. „Legendäre Grand Hotels“ ist eine vierteilige Hochglanzreihe, die viel Glamour, amüsante Anekdoten, Geschichte und spannende Einblicke hinter sonst verschlossene Türen verspricht: Wer waren die visionären Gründer, deren Pioniergeist den Hotels zu ihrem gegenwärtigen Ruf verhelfen konnte? Welche Familiengeschichte und Tragödien haben sich hinter den Mauern, fernab der Gäste, abgespielt? Welche architektonischen Meisterleistungen und Kniffe stecken in den Gemäuern?

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Mein Kopf. Mein Tuch

03.03.2021 • 23:00 •
WDR • 90 Min.

„Ich habe mich mit 40 Jahren entschieden das Kopftuch zu tragen und meinen Töchtern nie gesagt, dass sie das auch machen sollen. Bei uns ist das freiwillig und jedem selbst überlassen.“ Eine Haltung, die viele in Deutschland nicht glauben wollen. Das Kopftuch – kaum ein Kleidungsstück polarisiert mehr und sorgt für Diskussionsstoff. Es gilt als Metapher für den aufgeladenen Kampf der Kulturen. Kaum einer fragt da mehr nach, warum Frauen sich entscheiden, die Kopfbedeckung an zulegen, ob sie es freiwillig tun, aus Glaubensgründen, aus Respekt vor ihrer Kultur oder weil sie es einfach gerne tragen. Vieles scheint schon entschieden in dieser Debatte, bevor man überhaupt miteinander gesprochen hat. Das Kopftuch gilt heute für viele als das Zeichen von Unterdrückung der Frau. Auch viele Musilma sehen das im Übrigen so, was es für die Kopftuchträgerinnen nicht leichter macht. Doch machen wir es uns damit nicht zu leicht? Wie sehr sind wir am Ende bereit, uns mit der Religion und Kultur anderer Glaubensrichtungen zu beschäftigen? Der Film möchte zeigen, dass es zum ganz normalen Alltag vieler muslimischer Frauen gehört, das Kopftuch anzulegen. Freiwillig und selbstbestimmt. Der Dokumentarfilm „Das Kopftuch“ begleitet Frauen, die in Deutschland leben. Hier groß geworden sind, hier studieren und hier arbeiten. Sie alle sind betroffen von den Vorurteilen, doch sie alle stellen sich dem Gespräch und beschreiben ihre ganz persönliche Haltung zu diesem Stück Stoff. Verschiedene Generationen aus allen Teilen Deutschlands. Der Film begleitet Muslima aus ganz unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Kontexten in ihrem beruflichen und privaten Alltag. Leben mit dem Kopftuch bedeutet für jede von ihnen zunächst das klare Zeichen einer Zugehörigkeit zum Islam und der religiösen Tradition. Doch für jede einzelne von ihnen steckt hinter der Kopfbedeckung eine ganz eigene Erfahrungswelt. Vom Kampf sich durchzusetzen, vom langen Weg es geschafft zu haben. Aber auch die immerwährenden Konflikte und Kommentare, die diese Entscheidung begleiten. Von Mühsal und Müdigkeit, von Ehrgeiz und Stolz, von Pragmatismus bis zur Mission. Jede Frau hat ihren eigenen Blick. Es ist der Versuch, dem gesellschaftlich und politisch höchst kontrovers aufgeladenen Kleidungsstück seine Normalität zurückzugeben ohne die Kontroversen auszuschließen.

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Mein Partner nahm sich das Leben - Trauer, Wut und Schuld

04.03.2021 • 22:40 •
45 Min.

Wenn sich ein nahe stehender Mensch dazu entscheidet aus dem gemeinsamen Leben zu gehen – ohne Abschied, ohne Hilferuf - bleibt bei den Hinterbliebenen nicht nur Trauer, sondern auch Wut und Verzweiflung. Sie fühlen sich ohnmächtig und fragen sich, wie sie den Verlust hätten verhindern können. Der Suizid verändert das Leben der Hinterbliebenen grundlegend. Der Vorfall begleitet die Betroffenen oft über viele Jahre hinweg und prägt ihre Biografie. Wir begleiten zwei Frauen, die einen geliebten Menschen zu früh verloren haben. Heilt die Zeit wirklich Wunden und was braucht es, damit aus Schmerz, Trauer und Wut wieder Hoffnung wird. Wie lässt sich der Zustand verarbeiten, dass nun “der eine Platz am Familientisch” leerbleibt? Für die Betroffenen beginnt eine neue Zeitrechnung – das Leben vor und nach dem Suizid.

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Ernst Ludwig Kirchner - Furchtbar genial

28.03.2021 • 16:15 •
arte • 52/43 Min.

Die Dokumentation stellt die spannende Biografie des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner vor, sein Hin-und Hergerissen-Sein zwischen Erfolg, Genialität und gleichzeitig psychischer Labilität und Selbstaufgabe. Sie legt dann den Fokus auf die Kunstfigur Louis de Marsalle und seine Schriften. Inwiefern unterliegt Kirchners Werk den französischen Kunsteinflüssen? Die Lektüre von Kirchners Schriften ermöglicht, sein Werk zu «erden», es mit den gesellschaftlichen Prozessen des 20. Jahrhunderts in Verbindung zu bringen. Kirchner kann heute auf der Basis seiner Selbstdarstellungsstrategie als moderner Künstlertypus betrachtet werden, als Vorläufer des medienorientierten Künstlers, der sich selbst vermarktet und dessen Kunst bereits die Kunstkritik mit einbezieht. Darf man als Künstler sein eigenes Oeuvre und die Rezeptionsgeschichte manipulieren? Jahrzehntelang empfanden Kunstfreunde dies als unfein. Nach heutigem Kunstverständnis ist jedoch auch das Kunst. Die Dokumentation wirft aber vor allem einen kritischen Blick auf Kirchner selbst und ordnet sein zum Teil „skandalöses“ Verhalten –aus damaliger oder heutiger Sicht- und sein Werk in die Rezeptionsgeschichte dieses Künstlers ein. Kirchner ist heute einer der größten deutschen Maler der klassischen Moderne, erfährt viel Zustimmung vom Kunstmarkt, Museumsbetrieb und dem Publikum. Der Film möchte jedoch Ernst Ludwig Kirchner nicht „zu Tode feiern“, sondern zeigen, dass moderne Kunstgeschichte untrennbar mit dem Begriff des Skandals verbunden ist und „Skandale“ – in unterschiedlichen Zeiten – immer wieder neu eingeordnet werden, weil sich die Parameter ändern . Von Februar bis Mai 2021 läuft eine große Ernst Ludwig Kirchner/Emil Nolde Ausstellung im Statens Museum in Kopenhagen, im Anschluß von Juni bis Oktober 2021 im Amsterdamer Stedelijk Museum.

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Unbekanntes Mexiko - Der Norden, Zwischen Wüste und Pazifik

30.03.2021 • 10:35 •
BR • 45 Min.

Über Mexiko wird oft negativ berichtet: Kriminalität, Drogenkartelle, Trumps Mauerpläne. Doch Mexiko ist ein modernes facettenreiches Land, mit Sandwüsten im Norden bis zu Dschungelwäldern im Süden. Die Menschen leben ihre kulturellen Unterschiede, von den präkolumbianischen Hochkulturen wie von den spanischen, amerikanischen Einflüssen geprägt, und bauen ihre eigene Identität aus der Tradition heraus neu auf. México Mi Amor zeigt das moderne Mexiko, mit spektakulären Natur-und Luftaufnahmen. Die dreiteilige Reihe beginnt im Norden des Landes, der als das „unbekannte Mexiko“ gilt: Spektakuläre Naturlandschaften, von Kakteen besiedelte Areale, grüne Oasen und gebirgige Nationalparks machen diese Wüstengegend aus. Wir bewegen uns von Chihuahua über Monterrey und Saltillo nach La Paz an der Baja California bis zur Oase Mulegé. Wir lernen verschiedene Menschen in prosperierenden Großstädten und kleinen Orten kennen als auch in Wüstenoasen und im Gebirge: Sängerinnen, Glaskünstlerinnen, Barmixer und Bierbrauer als auch Walforscher, Oasenbewohner und Kakteenwissenschaftler. Im Zentrum des Landes, das sich von der Sierra Madre im Süden bis zur nördlichen Grenze der Hochebene der Huastecas erstreckt, lag der zentrale Schauplatz des prähispanischen Mexikos: Nabel der aztekischen Welt, prachtvolle Kolonialstädte, rauchende Vulkanriesen. Hier im Herzen der Region war der Hauptsitz des Imperiums und genau dort haben die wichtigsten Schlachten zwischen den Truppen der Eroberer und der indigenen Völker stattgefunden. Im 16. Jahrhundert fand die bedeutende Evangelisierungswelle statt, die nicht nur den Glauben ändern sollte, sondern die auch auf den Überresten der Vergangenheit Städte und Dörfer schuf, die sich in die neue Geografie integrieren. Die Entwicklung der Landwirtschaft und des Minenbaus begünstigten das urbane Wachstum und machten aus dieser Region eine der kulturell und künstlerisch reichsten des kolonialen Mexikos. In Zentralmexiko lernen wir u.a. moderne Köchinnen und ihre mexikanische Fusionsküche kennen, Komponisten moderner Mariachirhythmen, Opalsucher, die zu Geschäftsleuten geworden sind, Tequila-Destillatoren und Klippenspringer. Schlau waren sie, die Tourismusentwickler, als sie den Begriff „Riviera Maya“ für die sonnigen weißen Traumstrände Yucatáns an der Karibik-Küste Mexikos prägten. Aber abseits der beliebten Badedestinationen rund um Canc ún versteckt sich in den Bundesstaaten, die sich unter dem Slogan „Mundo Maya“ – Die Welt der Maya – zusammen geschlossen haben, eine in grünes Halbdunkel getauchte Region: Geheimnisvolle Pyramiden, Tempel inmitten der wild wuchernden Vegetation von Chichén Itzá, Uxmal und Calakmul. Naturparadiese in den Staaten Chiapas oder Tabasco machen den Süden Mexikos aus, genauso wie die Cenotes, schachtartige, mit warmen Süßwasser gefüllte Trichter im Kalkstein, in denen gebadet und getaucht wird. Große Flüsse sind hier gesäumt von dichtem Tropenwald, das Hochland von Chiapas beherbergt lebendige Mayakultur im Nebelregenwald. Wir portraitieren in dieser landschaftlich umwerfenden Natur u.a. Nachkommen der Maya, die ihre Traditionen neu und modern beleben: mit Drachenfrucht-Konfitüre, Produkten der Melipona-Biene und natürlich hergestelltem Kaugummi.

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Unbekanntes Mexiko - Die Mitte, Vulkane und Kakteen

31.03.2021 • 10:35 •
BR • 45 Min.

Über Mexiko wird oft negativ berichtet: Kriminalität, Drogenkartelle, Trumps Mauerpläne. Doch Mexiko ist ein modernes facettenreiches Land, mit Sandwüsten im Norden bis zu Dschungelwäldern im Süden. Die Menschen leben ihre kulturellen Unterschiede, von den präkolumbianischen Hochkulturen wie von den spanischen, amerikanischen Einflüssen geprägt, und bauen ihre eigene Identität aus der Tradition heraus neu auf. México Mi Amor zeigt das moderne Mexiko, mit spektakulären Natur-und Luftaufnahmen. Die dreiteilige Reihe beginnt im Norden des Landes, der als das „unbekannte Mexiko“ gilt: Spektakuläre Naturlandschaften, von Kakteen besiedelte Areale, grüne Oasen und gebirgige Nationalparks machen diese Wüstengegend aus. Wir bewegen uns von Chihuahua über Monterrey und Saltillo nach La Paz an der Baja California bis zur Oase Mulegé. Wir lernen verschiedene Menschen in prosperierenden Großstädten und kleinen Orten kennen als auch in Wüstenoasen und im Gebirge: Sängerinnen, Glaskünstlerinnen, Barmixer und Bierbrauer als auch Walforscher, Oasenbewohner und Kakteenwissenschaftler. Im Zentrum des Landes, das sich von der Sierra Madre im Süden bis zur nördlichen Grenze der Hochebene der Huastecas erstreckt, lag der zentrale Schauplatz des prähispanischen Mexikos: Nabel der aztekischen Welt, prachtvolle Kolonialstädte, rauchende Vulkanriesen. Hier im Herzen der Region war der Hauptsitz des Imperiums und genau dort haben die wichtigsten Schlachten zwischen den Truppen der Eroberer und der indigenen Völker stattgefunden. Im 16. Jahrhundert fand die bedeutende Evangelisierungswelle statt, die nicht nur den Glauben ändern sollte, sondern die auch auf den Überresten der Vergangenheit Städte und Dörfer schuf, die sich in die neue Geografie integrieren. Die Entwicklung der Landwirtschaft und des Minenbaus begünstigten das urbane Wachstum und machten aus dieser Region eine der kulturell und künstlerisch reichsten des kolonialen Mexikos. In Zentralmexiko lernen wir u.a. moderne Köchinnen und ihre mexikanische Fusionsküche kennen, Komponisten moderner Mariachirhythmen, Opalsucher, die zu Geschäftsleuten geworden sind, Tequila-Destillatoren und Klippenspringer. Schlau waren sie, die Tourismusentwickler, als sie den Begriff „Riviera Maya“ für die sonnigen weißen Traumstrände Yucatáns an der Karibik-Küste Mexikos prägten. Aber abseits der beliebten Badedestinationen rund um Canc ún versteckt sich in den Bundesstaaten, die sich unter dem Slogan „Mundo Maya“ – Die Welt der Maya – zusammen geschlossen haben, eine in grünes Halbdunkel getauchte Region: Geheimnisvolle Pyramiden, Tempel inmitten der wild wuchernden Vegetation von Chichén Itzá, Uxmal und Calakmul. Naturparadiese in den Staaten Chiapas oder Tabasco machen den Süden Mexikos aus, genauso wie die Cenotes, schachtartige, mit warmen Süßwasser gefüllte Trichter im Kalkstein, in denen gebadet und getaucht wird. Große Flüsse sind hier gesäumt von dichtem Tropenwald, das Hochland von Chiapas beherbergt lebendige Mayakultur im Nebelregenwald. Wir portraitieren in dieser landschaftlich umwerfenden Natur u.a. Nachkommen der Maya, die ihre Traditionen neu und modern beleben: mit Drachenfrucht-Konfitüre, Produkten der Melipona-Biene und natürlich hergestelltem Kaugummi.

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Unbekanntes Mexiko - Der Süden, Land der Maya

01.04.2021 • 10:35 •
BR • 45 Min.

Über Mexiko wird oft negativ berichtet: Kriminalität, Drogenkartelle, Trumps Mauerpläne. Doch Mexiko ist ein modernes facettenreiches Land, mit Sandwüsten im Norden bis zu Dschungelwäldern im Süden. Die Menschen leben ihre kulturellen Unterschiede, von den präkolumbianischen Hochkulturen wie von den spanischen, amerikanischen Einflüssen geprägt, und bauen ihre eigene Identität aus der Tradition heraus neu auf. México Mi Amor zeigt das moderne Mexiko, mit spektakulären Natur-und Luftaufnahmen. Die dreiteilige Reihe beginnt im Norden des Landes, der als das „unbekannte Mexiko“ gilt: Spektakuläre Naturlandschaften, von Kakteen besiedelte Areale, grüne Oasen und gebirgige Nationalparks machen diese Wüstengegend aus. Wir bewegen uns von Chihuahua über Monterrey und Saltillo nach La Paz an der Baja California bis zur Oase Mulegé. Wir lernen verschiedene Menschen in prosperierenden Großstädten und kleinen Orten kennen als auch in Wüstenoasen und im Gebirge: Sängerinnen, Glaskünstlerinnen, Barmixer und Bierbrauer als auch Walforscher, Oasenbewohner und Kakteenwissenschaftler. Im Zentrum des Landes, das sich von der Sierra Madre im Süden bis zur nördlichen Grenze der Hochebene der Huastecas erstreckt, lag der zentrale Schauplatz des prähispanischen Mexikos: Nabel der aztekischen Welt, prachtvolle Kolonialstädte, rauchende Vulkanriesen. Hier im Herzen der Region war der Hauptsitz des Imperiums und genau dort haben die wichtigsten Schlachten zwischen den Truppen der Eroberer und der indigenen Völker stattgefunden. Im 16. Jahrhundert fand die bedeutende Evangelisierungswelle statt, die nicht nur den Glauben ändern sollte, sondern die auch auf den Überresten der Vergangenheit Städte und Dörfer schuf, die sich in die neue Geografie integrieren. Die Entwicklung der Landwirtschaft und des Minenbaus begünstigten das urbane Wachstum und machten aus dieser Region eine der kulturell und künstlerisch reichsten des kolonialen Mexikos. In Zentralmexiko lernen wir u.a. moderne Köchinnen und ihre mexikanische Fusionsküche kennen, Komponisten moderner Mariachirhythmen, Opalsucher, die zu Geschäftsleuten geworden sind, Tequila-Destillatoren und Klippenspringer. Schlau waren sie, die Tourismusentwickler, als sie den Begriff „Riviera Maya“ für die sonnigen weißen Traumstrände Yucatáns an der Karibik-Küste Mexikos prägten. Aber abseits der beliebten Badedestinationen rund um Canc ún versteckt sich in den Bundesstaaten, die sich unter dem Slogan „Mundo Maya“ – Die Welt der Maya – zusammen geschlossen haben, eine in grünes Halbdunkel getauchte Region: Geheimnisvolle Pyramiden, Tempel inmitten der wild wuchernden Vegetation von Chichén Itzá, Uxmal und Calakmul. Naturparadiese in den Staaten Chiapas oder Tabasco machen den Süden Mexikos aus, genauso wie die Cenotes, schachtartige, mit warmen Süßwasser gefüllte Trichter im Kalkstein, in denen gebadet und getaucht wird. Große Flüsse sind hier gesäumt von dichtem Tropenwald, das Hochland von Chiapas beherbergt lebendige Mayakultur im Nebelregenwald. Wir portraitieren in dieser landschaftlich umwerfenden Natur u.a. Nachkommen der Maya, die ihre Traditionen neu und modern beleben: mit Drachenfrucht-Konfitüre, Produkten der Melipona-Biene und natürlich hergestelltem Kaugummi.

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Kann ich jemals verzeihen - Vom Umgang mit Schuld

18.04.2021 • 17:30 •
WDR/ARD • 45/30 Min.

29.04.2021 • 22:40 •
WDR/ARD • 45/30 Min.

Kann ich das verzeihen? Eine Frage, die sich sicherlich viele schon irgendwann einmal in ihrem Leben stellen mussten. Vergebung gilt als Grundelement des christlichen Glaubens. „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“, heißt es in einer Zeile des Vaterunsers. Doch hat Verzeihen eine Grenze? Gibt es Schicksalsschläge, Grausamkeiten oder Handlungen, die unverzeihlich sind? Und stehen Verzeihen und Schuld automatisch in einem direkten Zusammenhang? Egal welche Geschichte sich hinter dem Vorsatz des Verzeihens verbirgt, es ist eine Herausforderung, ein langer, vielleicht auch niemals endender, Weg. Es ist ein Kampf zwischen Gefühl und Verstand, der nicht geradlinig verläuft. Doch warum ist es wichtig diesen Kampf auszufechten? Warum sollte man eigentlich verzeihen? In unserem Film begleiten wir zwei Familien, die durch einen schweren Schicksalsschlag geliebte Menschen verloren haben. Schnell sind sie nach dem schockartigen Zustand der Trauer über deren Tod mit dem Thema Schuld konfrontiert. Kann ich jemandem Verzeihen, der mir das Liebste genommen hat? Bin ich fähig, vielleicht auch mir selbst einen Fehler mit grausamen Folgen zu vergeben? „Unentschuldbar?“ zeigt, wie groß die Herausforderung Verzeihen sein kann und zugleich wie wichtig Vergebung vor allem für die Betroffenen selbst bleibt.

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In Produktion

Störfaktor Kunst (3 x 52 min.)

2020 • 3x 52 Min.

Die Themen, die eine Gesellschaft politisch und emotional umtreiben, sind auch heute noch mehr oder weniger die gleichen wie in den vergangenen Jahrhunderten: Macht und Kapital, Sex und die Geschlechterrollen, der Glaube und die Religion. Die Kunst ist in diesen Fragen über viele Jahrzehnte ihrer Rolle als Provokateur, Enfant Terrible und Widersacher gerecht geworden. Doch wie sieht die gesellschaftspolitische Intervention der Gegenwart aus?  Wird es schwieriger in Zeiten von digitalem Bilderwahnsinn, den Betrachter zu schockieren, zu emotionalisieren?   In drei Filmen, die sich diesen wesentlichen Fragestellungen unserer Zeit zuwenden, setzen wir uns damit auseinander. Müssen Künstler möglicherweise andere Mittel einsetzen, um uns als Betrachter zu erreichen? Wie sieht Provokation heute aus?  War es früher einfacher mit Kunst zu provozieren, weil damals gesellschaftliche Tabus stärker ausgeprägt waren als heute und man sie deshalb leichter brechen konnte?  In drei Filmen, die sich mit Macht und Kapital, Sexismus und die Geschlechterrollen und Glaube und die Religion beschäftigen, wird der Zuschauer erfahren, wie Künstler in der Geschichte diese Themen provokativ verarbeitet haben und wie sie es heute immer noch tun, nur eben anders. 

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Caspar David Friedrich

2020 • 52 Min.

„Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht.“ (Caspar David Friedrich) Caspar David Friedrich ist ein Jahrhundertkünstler. Ein Wanderer zwischen verschiedenen Welten, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Bilder sprechen von Gefühlen, die jeder von uns kennt, erzählen von Sehnsucht, Einsamkeit, Verlassen sein. Die Gemälde des Malers sind von einer Melancholie durchzogen, die ihm als Mantel dient, ein Mantel, in den er den Menschen hüllt, um seine Einsamkeitserfahrung und das Wissen um den Tod erträglicher zu machen. Gefunden hat Friedrich dieses Gefühl in sich selbst. Der Frühromantiker vertrat die Meinung, dass ein Maler nicht malen sollte, was er vor sich, sondern was er in sich sieht. Ein Vorsatz, den er schonungslos verfolgt und konsequent umgesetzt hat. Dadurch ist es ihm gelungen, eine universale Erfahrung auf Leinwand zu bannen: Die Unausweichlichkeit des Wissens darüber, dass wir die Welt allein betreten und alleine aus ihr gehen. Das macht Caspar David Friedrichs Werk zeitlos. Dass ein historischer Maler wie Caspar David Friedrich es schafft, auch im 21. Jahrhundert ungebrochen starke Reaktionen zu evozieren, sich Generation um Generation Menschen aller Nationen, Alters- und Herkunftsklassen mit seiner Kunst identifizieren ist ungewöhnlich und faszinierend zu gleich. Was genau aber macht seine Zeitlosigkeit aus? Worin liegt die Kraft seiner Bilder? Was tragen seine eigene Geschichte, seine Ausflüge in die Natur, sein Innenleben zur Entstehung solcher Meisterwerke bei? Welche Bedeutung haben Caspar David Friedrichs Bilder für uns heute? In miteinander verzahnten Sequenzen wird in Caspar David Friedrich – Wanderer zwischen den Welten der Einfluss, den Caspar David Friedrich auf unser Hier und Heute hat mittels zeitgenössischer Kunst nachgezeichnet, sein biografischer Werdegang aufgefächert und seine Darstellung der Natur im Blick auf die psychologische Lesart ins Zentrum gerückt. Isolation und Einsamkeit als zentrale Gefühle seines Werks zeigen, wie aktuell seine Bilder im Blick auf unsere vereinzelte Gesellschaft sind. Der Film spürt dem Phänomen seiner Zeitlosigkeit nach, erkundet die politische, psychologische und religiös-spirituelle Dimension im Werk Friedrichs und wirft die Frage auf, was seine Kunstwerke uns über die Vergangenheit, die Gegenwart, vor allem aber über das Menschsein selbst verraten.

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Als der Norden schwimmen lernte

2020 • 45 Min.

„Schwimmen?! – das kann doch jedes Kind!“ – das stimmt heute, leider, nicht mehr. Wasser und Schwimmen – das sind zwei Dinge, die historisch betrachtet nicht unbedingt zusammengehören. Am 18. Juli 1912 warten über 1000 Menschen auf der Seebrücke im Ostseebades Binz auf Rügen gespannt auf die Ankunft des Bäderdampfers „Kronprinz Wilhelm“. Als die Brücke unter der Last der Schaulustigen zusammenbricht, stürzen über 100 Menschen ins Wasser, 16, davon zwei Kinder, ertrinken. Die meisten von ihnen können nicht schwimmen. Gut ein Jahr später, im Oktober 1913 wird in Leipzig ein Verein gegründet – die „Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft“, kurz DLRG. Damals können nur etwa drei Prozent der Bevölkerung schwimmen, jährlich ertrinken bis zu 5000 Menschen. Das ist der Beginn einer großen Offensive: die Deutschen sollen schwimmen lernen! Norddeutschland mit seinen Seebäder prägt das Bild der deutschen Küsten: Norderney, Helgoland, Westerland auf Sylt, Travemünde, Heiligendamm, Prora – mit über 1.500 Kilometer Küstenlinie ist der Norden mit seinen Stränden heute Deutschlands Badewanne. Der Film erzählt die Geschichte des Schwimmen-Lernens. Von der Entwicklung der Seebäder, über die Bäderkultur der Badeanstalten in den Städten und auf dem Land, dem Erfinder der Schwimmflügel und dem Badevergnügen für alle im gechlorten Becken.

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Wie gerecht ist Familie? (AT)

2020 • 45 Min.

Ein Kind, zwei Kinder, drei Kinder, keine Kinder? Verschiedene Familienkonzepte, verschiedene Lebensmodelle – doch welches ist am gerechtesten? Wir gehen der Frage nach, wie fair Familien in Deutschland wirklich behandelt werden, wie gerecht die deutsche Familienpolitik ist. Wir begleiten dabei vier Familien: Die Kinderreichen, die „klassische Familie“ mit zwei bis drei Kindern, die Alleinerziehende mit Kindern und die junge Familie mit dem ersten Kind. Laut dem aktuellen Familienreport haben 53 Prozent der 8,1 Millionen Familien in Deutschland EIN Kind. Woran liegt es? Fehlt es dem Staat am Geld, Familien mit mehreren Kindern attraktiver zu machen oder ist es doch der politische Wille? Wenn ja, wie will der Staat dies ändern? Wir begeben uns auf Spurensuche und wollen mit Hilfe von Experten herausfinden, welches Familienkonzept in Deutschland besser vom Staat „belohnt“ wird.

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Mutter mit Handicap (AT)

2020 • 45/30 Min.

Alle Menschen, auch Menschen mit Behinderungen haben das Recht eine Familie zu gründen, Kinder zu haben und der Staat muss Sie dabei auch unterstützen, so legt es die UN-Behindertenrechtskonvention fest. Was so selbstverständlich klingt, ist in den Köpfen vieler Behördenmitarbeiter und Ärzten in Deutschland noch längst nicht angekommen. Wir wollen Frauen begleiten, die aufgrund ihrer körperlichen Behinderung es schwer haben, Mutter zu werden bzw. Mutter zu sein. Wir wollen in dem Film zwei Fälle porträtieren: Eine schwangere Frau und eine Mutter mit Kleinkind. Wie gehen die Frauen damit um, dass sie von außen als zum Teil unfähig gesehen werden, Mutter zu sein und sich um ihr Kind zu kümmern? Welche Hürden müssen sie überstehen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen? Welche Ängste, Zweifel begleiten sie? Wer unterstützt die Frauen während und nach der Schwangerschaft? Die Anzahl der handicapten Frauen, die ihren Kinderwunsch ausleben, ist in den letzten fünf Jahren deutlich angestiegen. Doch keine Gruppe scheint so sehr unbeachtet zu sein, wie diese. Woran liegt das? Dürfen Frauen, die eine Behinderung haben, die möglicherweise auch vererbbar ist, ein Kind bekommen? Die Meinungen gehen da stark auseinander. Warum eigentlich? Für körperlich behinderte Frauen ist das Mutter-Sein ein Stück „Normalität“, etwas, was sie körperlich gesunden Frauen annähert. Es bringt sie näher an die Gesellschaft. Und doch ist dieses Bild – die Mutter im Rollstuhl, die Kleinwüchsige mit Kind - ungewohnt. Wir begleiten zwei Frauen mit der Kamera, sprechen mit ihren Unterstützern und erzählen ihre eindrucksvollen Geschichten.

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Die perfekte Welle

2021 • 43/52 Min.

Wir alle verbinden mit Peru vor allem Dokumentationen, die in den Anden spielen und Bergvölker und deren Tierwelt zeigen. Diese Dokumentation nimmt Huanchaco in den Fokus, einen kleinen Ort an der peruanischen Küste. Man könnte ihn die peruanische Wiege des Surfens nennen. Denn schon immer haben sich hier die Fischer in ihrer Freizeit mit ihren selbstgebauten Caballitos den Wellen gestellt, haben ihren intensiven Bezug zum Meer gepflegt, ihre Liebe zum Wasser, und zu ihren Schilfbooten. Lange Zeit schien die Zeit in Huanchaco still zu stehen, Doch seit einiger Zeit locken die Wellen professionelle Surfer an und mit ihnen nisten sich Träume ein von Sieg und Geld. Mit den Berufsfischern und ihrem harten Alltag hat diese Welt nichts mehr zu tun. Wird aus einem traditionellen Fischerort, der bekannt ist für seine in Handarbeit gefertigten Schilfboote, ein moderner trendiger Surfspot? Wird die junge Generation die Tradition ihrer Väter eintauschen gegen Wettbewerb, Kommerz und Investment? Die ersten Hostels werden bereits gebaut, moderne Surfbretter kreiert und vermarktet, die Schilfflächen der Fischer verschwinden zu Gunsten von Bebauung. Und die wendigen Caballitos werden von den Jungen als Relikte einer rückständigen Gesellschaft belächelt. Die Globalisierung hält Huanchaco in Atem, eine neue Klientel entdeckt das Dorf für sich. In Huanchaco lässt sich aufzeigen, was weltweit passiert: junge Leute setzen auf Fortschritt und revoltieren gegen die Traditionen, in der Hoffnung ein aufregenderes oder besseres Leben zu führen als das ihrer Eltern. Diese Dokumentation ist nicht nur ein Film um Tradition und Moderne, Geld und Kommerz, sondern es geht um Emotionen, um Träume von Familienmitgliedern. Diese „Wunderwelt“ zeigt nicht nur fremde Welten, sondern eine uns fremde Welt im Umbruch.

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In der Mitte Amerikas

2021 • 2x45/52 Min.

Sie sind die letzten geheimen Naturparadiese in Mittelamerika. Abseits vom touristischen Mainstream liegen Honduras und Nicaragua. Die zweiteilige Reihe taucht ein in spektakuläre Landschaften, entdeckt Regenwälder, Wildwasserflüsse, Seen und Hochgebirge; stille Dörfer der Indígenas, rauchende Vulkane, Canyons, Küsten an Karibik und Pazifik, Mangrovensümpfe, und Ruinen aus der Hochkultur der Maya. Die Reihe wird natur-und tierkonzentriert erzählt - die Menschen, die durch Flora und Fauna führen, sind stolz auf ihr Land, das sie Heimat nennen und in dem sie verwurzelt sind. Was sind die wahren Schätze dieser mittelamerikanischen kleinen Natur-Paradiese, über die wenig bekannt ist? Diese zwei Länder gehören zu den ärmsten Staaten Mittelamerikas. In der Vergangenheit wurden sie oft zum Spielball der Großmächte und international nur darauf reduziert. Viele ihre Einwohner flüchten in Richtung USA, weil sie dort ein besseres Leben erhoffen. Bandenkriege und Drogenkartelle stehen dadurch im Vordergrund der Berichterstattung. Doch gibt es diese Wirklichkeit dahinter: zwei Länder, die in ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Flora und Fauna so verschieden und jeweils einzigartig sind. Die Reihe beginnt in Nicaragua, dem Land, in dem zwischen Pazifik und karibischem Meer zwei der größten Süßwasser-Seen Mittelamerikas liegen: der Lago de Managua und der 800 qkm große Lago de Nicaragua, Zentralamerikas größtes Binnengewässer. Hier leben Bullenhaie, Kormorane, Kolibris und Leguane. Der Lago Managua war vor Jahren nahezu biologisch tot, verdreckt mit Abwasser und Müll. Doch heute können die Menschen wieder darin baden. Honduras beherbergt die größten noch intakten und zusammenhängenden Regenwälder Mittelamerikas. Die tropischen Regenwälder sind breitblättrige Wälder, die zu den gefährdetsten Lebenswelten auf der Erde zählen. Das Gebiet erstreckt sich entlang der Karibikküste von Nicaragua weit hinein in den Osten von Honduras und dient als Refugium vieler seltener und zum Aussterben bedrohter Tierarten wie Tapir, roter Arapapagei, Königsgeier, Harpyie Adler oder Jaguar. Die Dschungel, Sumpf und Savannenlandschaften der Mosquitia sind einzigartig.

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Kinder der Krise

2021 • 90 Min.

Klimakrise, Rassismus, Genderfragen, jetzt auch noch Corona. Die Generation der heute 15-25jährigen wächst mit vielen Krisen und komplexen Fragestellungen auf. Der Dokumentarfilm "Kinder der Krise" versucht diesem Gefühl auf den Grund zu gehen. Wir begeben uns auf eine Reise quer durch Deutschland und begleiten junge Menschen der Jahrgänge 1995-2010 in ihrem Alltag. Fragen nach ihren Ängsten, Bedürfnissen, Wünschen und Zielen. Erstmals erleben sie eine Zeit, in der gesellschaftliche Kontinuitäten in Frage gestellt werden. Eine Zeit, in der völlig unsicher ist, wer Deutschland regieren wird, in der die AfD in den Bundestag eingezogen ist, in der Rechtsextremismus und Rassismus keine Randerscheinungen mehr sind. Eine Zeit, in der demokratiefeindliche Macho-Männer wieder große Machtzentren anführen. Es ist eine Zeit, in der es eine Bewegung „Fridays for Future“ gibt, basierend auf der Frage, was mit unserem Planeten passiert, wenn wir uns nicht ums Klima kümmern, wissend, dass es keinen Plan B gibt. Es ist eine Generation, die bei aller work-life-Balance auch damit leben muss, dass es keine unbefristeten Verträge mehr gibt, dass viele akademische Fächer, wie die der Geisteswissenschaften mehr oder weniger ausgedient haben. Dann kam auch noch Corona. Die Pandemie beendete ad hoc viele Pläne, zerstörte feste Aussichten auf eine Lehrstelle, das soziale Leben wurde lahm gelegt und noch ist nicht annähernd absehbar, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird auf diese Generation. Kinder der Krise möchte ein Kaleidoskop ebenjener Erfahrungen bündeln und ein Coming-of-age Film sein, in dem diese neue Unsicherheit und der Umgang damit zum Thema wird.

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