Stiller Aufbruch (AT)

Weiblich, jüdisch, deutsch

Leise, beinahe unbemerkt erlebte die jüdische Community in Deutschland in den vergangenen Jahren einen enormen Wandel. Sie ist vielfältiger geworden – sowohl ethnisch als auch kulturell und religiös. Egal ob streng orthodox oder liberal progressiv - vor allem die junge Generation steht vor der Aufgabe das Erbe ihrer jüdischen Identität zu erhalten, neu zu gestalten und zu einen. Doch welche Rolle spielt die weibliche Perspektive in dieser Entwicklung? Was denken junge, jüdische Frauen in Deutschland über Tradition und Glaube, über Feminismus und weibliche Vorbilder? Welchen Anteil haben sie an der Gestaltung eines „modernen Judentums“? Wir begleiten drei junge Frauen, mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und Positionen auf die Auslebung ihres jüdischen Glaubens. Jede auf der Suche nach einem Weg, die eigene Identität als moderne Frau und das eigene Verhältnis zum Glauben auszuloten und zu formulieren. Wie lassen sich Tradition und Gegenwart, eigene Bedürfnisse und religiöse Regeln in Einklang bringen? Die Dokumentation zeigt, wie konträr und diffizil sich oftmals gelebter jüdischer Glaube in die Alltagsrealität der modernen weiblichen Welt fügt.

Buch/Regie:
Nicola Graef, Lena Scheidgen

Produziert:
2020, WDR
45 min.


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