TV-Doku öffnet Todes-Akte Heisig
28.02.2011
B.Z.
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von Ole Krüger
ARD zeigt Film über Berlins Richterin „Courage" Kirsten Heisig, die sich 2010 das Leben nahm.
Sie war beliebt und zugleich gefürchtet, wurde kritisiert und gefeiert. Nun ist Berlins Jugendrichterin Kirsten Heisig (48 †) das Thema einer TV-Doku (ARD, 9. März, 22.45 Uhr). Der Film des WDR rekonstruiert den Tod der couragierten Frau, die sich am 28. Juni 2010 das Leben nahm.
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Andere, die zu Wort kommen, suchen immer noch nach Antworten. Auch ein dreiviertel Jahr nach dem Freitod Kirsten Heisigs sind Freunde und Bekannte bestürzt. Neuköllns Bürgmeister Heinz Buschkowsky vermutet „zwei Personen Kirsten Heisig, von der wir nur die eine kannten“.
Die Jugendrichter Andreas Müller und Günter Räcke ringen beim Interview mit der Fassung. Neben der Trauer ist ihnen aber auch die Ratlosigkeit anzusehen. Fragen nach dem Warum können auch sie nicht wirklich beantworten.
Ganz anders reagiert Gibran (16), ein von Heisig verurteilter Jugendstraftäter. „Sie war für uns schlimmer als der Teufel“, sagt der Junge und erzählt, wie er von Heisig gleich bei der ersten Gerichtsverhandlung verknackt worden ist.
„Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kirsten Heisig“ dokumentiert behutsam Aufstieg und Ende der Richterin, ohne dabei eine Ferndiagnose über die Gründe ihres Freitods stellen zu wollen.
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